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Die Engagierten

Vier Obernkirchner Ratsmitglieder ausgezeichnet Die Engagierten

Für den Geschäftsführer des Niedersächsischen Städtetages ist es eine Premiere gewesen: Sicher, er habe schon eine oder zwei Urkunden überreicht, weil jemand seit einem halben Jahrhundert im politischen Ehrenamt engagiert sei, sagte Jan Arning. Aber noch nie habe er eine Frau auszeichnen dürfen, die seit 40 Jahren politisch aktiv sei.

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Jan Arning, Geschäftsführer des Niedersächsischen Städtetages (rechts), hat Auszeichnungen für Heinrich Struckmeier (von links), Wilhelm Mevert, Beate Krantz und Manfred Eßmann für ihr langes ehrenamtliches Engagement mitgebracht.

Quelle: wk

OBERNKIRCHEN. Gemeint ist Beate Krantz, die 1976 in den Obernkirchener Stadtrat einzog und das Gremium verlassen wird. Sie kandidierte bekanntlich nicht wieder.

Man kann nur spekulieren, welches Klima vor vier Jahrzehnten in der Politik herrschte, als eine blutjunge Beate Krantz erstmals in den Stadtrat gewählt wurde; einer Politik, die damals von Männern fast völlig dominiert wurde. Sie hat viele Gremien begleitet, in vielen Ausschüssen ein Mandat ausgeübt. Ihre Schwerpunkte waren dabei Schule, Soziales und Kultur. Dem nächsten Rat werden ihre zuweilen gerne etwas querdenkerischen Ratschläge fehlen.

Geehrt wurde auch Manfred Eßmann, der ebenfalls nicht wieder kandierte. Er gehört dem Rat seit einem halben Jahrhundert an und war zuletzt Vorsitzender des Bauausschusses.

Urkunden und Geschenke

Ebenfalls 25 Jahre aktiv in der ehrenamtlichen Politik ist Heinrich Struckmeier, der lange Jahre einen Sitz im Verwaltungsausschuss innehatte.

Und Wilhelm Mevert ist sogar schon seit Mitte 1974 im Rat. Der bisherige Ratsvorsitzende ist zur Wahl im September noch einmal angetreten und wurde erneut in den Stadtrat gewählt. Alle vier erhielten Urkunden, Mevert und Krantz zudem noch ein Geschenk.

Weil Krantz und Eßmann aufhören, dem Rat aber seit mehr als zwei Jahrzehnten angehören, wurden sie zu Ehrenratsmitgliedern ernannt.

Respekt, so Arning in seiner Laudatio, habe er vor allen Menschen, die sich in der Zivilgesellschaft ehrenamtlich engagierten. Und auch wenn Ärger, Verwerfungen und Brüche nicht ausgeblieben seien in all den langen Jahren, so wünsche er doch allen Vieren, dass sie die positiven Erinnerungen mitnehmen würden.

Facebook macht es nicht besser

„Ohne Menschen, die sich engagieren, würde die kommunale Selbstverwaltung nicht funktionieren“, betonte Arning. Und ja, es sei nicht immer schön, Mitglied eines Rates zu sein. „Facebook und Konsorten“ würden auch das ihrige dazu beitragen, dass es nicht besser werde, so der Geschäftsführer des Städtetages. Aber er verwies auch auf die Flüchtlingsfrage, als Bund und Länder mit ihrem Latein am Ende gewesen und die Kommunen sofort eingesprungen seien: In Niedersachsen habe niemand gehungert oder sei obdachlos gewesen.

Zum Ehrenratsmitglied wurde auch Werner Harder ernannt, der dem Rat seit 1991 angehörte. Der Vehlener schied allerdings schon vor drei Jahren aus dem Gremium aus. Auch SPD-Ratsherr Heinz Bruns wird dem neuen Rat nicht mehr angehören. Er wurde gemeinsam mit Andreas Hofmann, Michael Dombrowski, Manfred Mühlke und Klaus Leinemann in einer Feierstunde verabschiedet. rnk

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