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Die Geburt einer Stadt

Obernkirchen Die Geburt einer Stadt

„Obernkirchen – die Geburt“: Das ist der Titel, den Oscar Aguirre Comendador seiner Skulptur gegeben hat, die er beim 10. Internationalen Bildhauer-Symposium Obernkirchen (IOBS) gestaltet.

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Die Skulptur des Bildhauers Oscar Aguirre Comendador soll ausdrücklich „keine Kopie von Obernkirchen“ darstellen.

Quelle: wk

Obernkirchen. Auf den ersten Blick erscheint dies selbsterklärend. Feiert die Bergstadt in diesem Jahr doch die vor 400 Jahren erfolgte Verleihung der Stadtrechte. Und was läge daher näher, als dieses besondere Jubiläum in Form eines extra dafür geschaffenen Kunstwerkes zu würdigen.

Doch diesen Gedanken hat der Kubaner nicht im Sinn, während er mit Trennjäger und Schleifmaschine, Hammer und Meißel an seinem Werk arbeitet. Es geht ihm vielmehr um etwas viel Größeres:

„Mein Projekt erzählt von der Beziehung des Menschen zur Natur und seiner Umgebung“, erklärt er im Gespräch. Dabei werde die Geburt einer Stadt durch eine Formation an architektonischen Elementen, die aus dem groben Sandsteinblock empor wächst und die Struktur der City formt, dargestellt. Gleichwohl zeige diese Skulptur – sein „kleines konzeptionelles Denkmal“ – nur ein Detail dieses Prozesses.

Bei der Gestaltung seines Kunstwerkes kombiniert Comendador die unebenen Bruchkanten des Sandsteins respektive das Rustikale dieses Naturmaterials mit von ihm in den Stein eingearbeiteten geschliffenen, planen Oberflächen. Dabei spielt er dergestalt mit dem Grundriss der entstehenden Stadt, dass er Straßen und Plätze zeigende Bereiche auf unterschiedlichen Höhen angelegt hat, die – ebenso wie die von der Form her nur angedeuteten Gebäude – durch das einfallende Licht und die damit einhergehenden Schatten immer wieder anders akzentuiert werden. Und zwar je nachdem, in welchem Winkel die Sonne oder andere Lichtquellen gerade zu dem Objekt stehen.

All dies soll den Betrachter – so Comendador – an „die Wichtigkeit der Balance im Leben“ erinnern. Es ist zudem der Versuch, die „Charakteristik der lokalen Landschaft“, ihre „Gegensätze und Vertikalität“ sowie deren „Energie und Kraft“ neu zu erstellen.

Wer jedoch beim Betrachten der fertigen Skulptur aus der Bergstadt vertraute Gebäude oder andere urbane Elemente mit Wiedererkennungseffekt sucht, wird nicht fündig werden. Comendadors Intention ist es nämlich nicht, ein detailgetreues Abbild eines Teils der Stadt oder einzelner Bauwerke zu schaffen. Sondern es geht ihm lediglich um die Symbolik, die seinem Projekt inne wohnt. Weshalb das Thema „Geburt einer Stadt“ schon seit Langem einer seiner künstlerischen Schwerpunkte ist, wie er verrät. wk

Weitere Infos: www.oscaraguirrecomendador.com.

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