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Obernkirchen Stadt Die Neue ist da
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00:31 12.11.2015
Im Gemeindezentrum Rote Schule steht die neue Pastorin Nora Johanna Haarmann – hier mit Pastor Herbert Schwiegk – den Gemeindemitgliedern für ein erstes Kennenlernen zur Verfügung. Quelle: wk
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Obernkirchen (wk)

In ihrem Lebenslauf indes wird dieses Ereignis ein paar Tage vordatiert sein. Denn offiziell wurde Haarmann, wie der Superintendent Andreas Kühne-Gläser bei der Kirchenfeier erklärte, zum 1. November 2015 in den „Pfarrdienst auf Lebenszeit“ bestellt und ihr zu diesem Termin auch die seit Juli diesen Jahres unbesetzte Pfarrstelle übertragen.

 „So schnell kann das gehen“, sagte Kühne-Gläser. Gerade erst – im Juli 2015 – habe man Haarmanns Amtsvorgänger Wilhelm Meinberg in den Ruhestand verabschiedet, da sei die dadurch vakant gewordene Stelle nun schon wieder besetzt. Dass die Nachfolge derart zügig geregelt werden konnte, wertete der Superintendent als „ein Zeichen“, dass „auch unser aller Chef im Himmel“ Haarmann als neue zweite Pastorin in der Bergstadt haben wolle.

 Er selbst habe es in seiner bisherigen Berufslaufbahn übrigens noch nie erlebt, dass eine frei gewordene Pastorenstelle in so kurzer Zeit wiederbesetzt worden sei, betonte Kühne-Glaser. Zudem beschrieb er die 34-jährige Theologin als „ganz wach und klar in dem, was sie sagt“ sowie als „zugewandt in der menschlichen Begegnung“.

 Ungeachtet des Zuspruchs, den Haarmann bei den weltlichen Entscheidern gefunden hat, bat Kühne-Glaser die Kirchengemeinde, der neuen Pastorin „Zeit und vor allem Raum“ zu geben, sich in diese Gemeinde einzufinden. Denn angesichts der großen Beliebtheit ihres Amtsvorgängers werde dies für Haarmann sicherlich nicht leicht sein. Zumal „die Zeit, ihr Platz zu machen in den Herzen der Gemeindeglieder“, eigentlich viel zu kurz gewesen sei. Also: „Vergleichen Sie nichts und geben Sie dem Neuen Raum, denn alles hat seine Zeit – auch in der Kirche.“

 Es sei schön, dass man die zweite Pastorenstelle so kurz nach dem Ausscheiden von Meinberg habe neu besetzen können, „und zwar wieder als Vollzeitstelle“, bestätigte Herbert Schwiegk, der andere Pastor an St. Marien. „Das ist ein großes Geschenk, das wir auch in Zukunft zu würdigen wissen sollten.“ Er jedenfalls freue sich schon auf die Zusammenarbeit mit Haarmann.

 Erst mal wolle sie die Gemeinde kennenlernen und schauen, welche Angebote es bereits gibt und was noch gewünscht wird, verriet die 34-Jährige später im Gespräch mit dieser Zeitung. Etwaige von ihr für sinnvoll erachtete Neuerungen werde sie dann mit Schwiegk und dem Kirchenvorstand besprechen.

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