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Die meisten Kastanien werden saniert

Obernkirchen / Bergamtstraße Die meisten Kastanien werden saniert

Die Kastanienallee in der Bergamtstraße ist nicht nur in ihrer Blütezeit ein wahrer Augenschmaus. Der geschätzte Landschaftsteil entlang der Bergamtstraße ist gleichsam eine grüne Visitenkarte, mit der die Stadt ihre Besucher empfängt.

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Ein echter Hingucker: Die Bergamtstraße mit ihren Kastanien ist eine Visitenkarte der Stadt. Jetzt müssen etliche der Bäume vor allem in der Krone saniert werden. © rnk

Obernkirchen (rnk). Mit den Bäumen gibt es allerdings Probleme, die noch in diesem Monat behoben werden sollen: An den Kastanien sind grundlegende und umfangreiche Schnitt- sowie Kronensicherungsmaßnahmen notwendig, denn die Verkehrssicherheit ist nicht mehr gegeben.

Ganz neu ist das Problem nicht, denn schon in einem mehrere Jahre zurückliegenden Gutachten wurde die Stadt auf die potenzielle Gefahr aufmerksam gemacht. Jetzt soll gehandelt werden: An zwei Tagen wird Ulrich Grupe von der „Baumpflege Auetal“ demnächst die notwendigen Maßnahmen durchführen.
Wo liegt das Problem? „Viele Kastanien sind in den Kronen bruchgefährdet“, erklärt Grupe, „außerdem gibt es viele Pflegebereich in den Kastanien: Alte, tote oder abgetrocknete Äste müssen entfernt werden, ungünstige Ästeverbindungen ebenso.“ Denn gerade bei großen Bäumen können herabfallende Äste beträchtlichen Schaden anrichten.

Einzelmaßnahmen hatte auch Sachverständiger Klaus Schöpe schon in seinem Gutachten von 2002 empfohlen: Totholzentfernung, Austausch und Neueinbau von Kronensicherungen, Entlastungsschnitte, Einkürzungen der Krone. Auch über das Fällen von zwei Bäumen aufgrund ihrer schlechten Vitalität hatte er damals nachgedacht, aber einem anderen Gesichtspunkt den Vorzug gegeben: Der Gesamteindruck der Allee sollte gewahrt bleiben.

Die Allee, so hatte der Sachverständige Schöppe schon 2002 geurteilt, mache insgesamt einen befriedigenden Eindruck: „Trotz Eingriffen ins Wurzelwerk, wenig Platz zur Wurzelbildung, starker Verdichtung durch Straßenverkehr und Parkplätze ist die Vitalität der Bäume zum Großteil gut.“ Was Schöppe vor allem auf die Bäume zum Park hin bezog, denn auf der anderen Seite sah es schon damals nicht allzu gut aus: „Die Bäume auf der anderen Straßenseite machen dagegen einen schlechteren Eindruck“ auffällig seien die zum Teil lichten Kronen, die auf „Versorgungsprobleme“ hinweisen würden.

Die Schwächungen könnten weitere Schädigungen nach sich ziehen, warnte Schöppe: „Die vorhandenen Kastanienminiermotten könnten die angegriffenen Bäume zusätzlich schwächen, indem Laub geschädigt wird und weniger Assimilate hergestellt werden, die für den Baum wichtig sind.“ Für diese Sanierungsmaßnahmen, so teilte die Stadtverwaltung nun mit, lasse sich eine Sperrung der Bergamtstraße nicht vermeiden.

Die Arbeiten werden in der übernächsten Kalenderwoche durchgeführt, am Mittwoch, 24. August, und Donnerstag, 25. August: An diesen Tagen ist die Straße gesperrt, mit Behinderungen ist zu rechnen.

Die Sperrung ist von der Verwaltung abschnittsweise geplant, sodass die Grundstücke außerhalb des jeweiligen abgesperrten Abschnitts erreichbar bleiben. Dafür wird im Gegenzug die Absperrung der Straße An der Stiftsmauer aufgehoben, sodass der notwendige Verkehr auch von dieser Seite erfolgen kann.

Autofahrer werden aufgefordert, ihr Fahrzeug an beiden Tagen außerhalb der Parkflächen abzustellen, die Anlieger der Bergamtstraße werden zudem gebeten, auf diesen Umstand Kunden und Patienten hinzuweisen.

Insgesamt sind von der Sanierung und den Pflegemaßnahmen rund 16 Bäume betroffen. Für Fragen steht Mitarbeiter Burkhard Obst im Rathaus, Telefon (0 57 24) 395 50, zur Verfügung.

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