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Die neue Krippe kommt

Kostenzuschuss für Rote Schule Die neue Krippe kommt

Bürgervertreter der Bergstadt haben den Weg für eine neue Krippengruppe für Knirpse unter drei Jahren im Gemeindezentrum Rote Schule freigemacht – und diese könnte das klamme Obernkirchen sogar billiger kommen als zunächst gedacht.

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Das evangelische Gemeindezentrum Rote Schule: Seine Türen sollen sich schon bald für eine neue Krippengruppe des ev.-luth. Kindertagesstättenverbandes Grafschaft Schaumburg öffnen.

Quelle: tw

Obernkirchen. Die Bürger- und Bildungspolitiker haben bei ihrem jüngsten Treffen im Rathaus einstimmig empfohlen, dem evangelisch-lutherischen Kindertagesstättenverband Grafschaft Schaumburg als Betreiber einen Baukostenzuschuss zwecks Einrichtung und Ausstattung der Gruppe zu gewähren. Das Gesamtprojekt soll laut Bernhard Watermann etwa 100.000 Euro kosten.

 „Die Stadt Obernkirchen hat nach heutigen Erkenntnissen für das kommende Kitajahr einen Bedarf von drei Krippenplätzen, der nicht durch städtische Einrichtungen oder Einrichtungen freier Träger gedeckt werden kann“, erklärt der Fachbereichsleiter den Hintergrund. 38 Prozent der Krippenkinder werden derzeit betreut.

 Der Kindertagesstättenverband hatte Mitte Februar 2015 in einem Brief ans Rathaus das Begehren geäußert, dass die Bergstadt die Bau- und Einrichtungskosten finanziert. Diese belaufen sich auf die besagten 100.000 Euro, von denen das Land nach den bisherigen Richtlinien 77 Prozent übernehmen wollte; die Stadt Obernkirchen müsste dann noch ein Defizit von 23.000 Euro stemmen.

 Doch wie das mit Richtlinien so ist: Sie ändern sich. „Das Land Niedersachsen“, so Watermann, „überlegt nämlich, den Zuschuss von 77 auf 92,3 Prozent zu erhöhen.“ Was bedeuten würde, dass sich das Defizit, das die Stadt abdecken soll und will, von 23000 auf nur noch 7700 Euro reduzieren würde – was überschaubar ist. Anders ausgedrückt: Wurde ein Krippenplatz, der 10000 Euro kostet, nach den bisherigen Richtlinien vom Land mit 7700 Euro gefördert, könnte ein Platz, der künftig 13.000 Euro kostet, nach den neuen Richtlinien mit 12.000 Euro bezuschusst werden.

 So weit, so gut. Ohne Wenn und Aber „Ja“ sagen Obernkirchens Politiker über die Förderung der Einrichtung und Ausstattung hinaus auch dazu, dass die Stadt mit der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde einen Vertrag abschließt. Das Papier hat Folgendes zum Inhalt:

 Den Bau und die Einrichtung der Krippengruppe übernimmt der Kindertagesstättenverband Grafschaft Schaumburg. Für den Fall, dass die Gruppe aufgelöst wird, verbleibt die Einrichtung im Eigentum der Stadt.

 Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde erklärt sich bereit, der Stadt im Falle einer Krippenschließung vor Ablauf der 25-jährigen Zweckbindungsfrist das Recht einzuräumen, die Räume für den Betrieb einer Kita nutzen zu dürfen.

 Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde stimmt dem Bau und der Grundbucheintragung einer Baulast für eine städtische Toilettenanlage auf der Südseite des Gebäudes Kirchplatz 3 zugunsten des benachbarten Trafohäuschens entschädigungslos zu.

 „Diese Idee“, so Watermann, „wurde bei einem Ortstermin mit Repräsentanten der Kirchengemeinde geboren.“ Für das Trafohäuschen sei eine Toilettenanlage ein weiterer wichtiger Mosaikstein für eine geplante verstärkte Nutzung als Event-Gebäude. Auf Vorschlag von Ausschusschefin Beate Krantz soll die Toilettenanlage aber auch „alternativ durch einen Lagerraum an gleicher Stelle ersetzt werden“ können. Ein solcher verschließbarer Raum werde nämlich für die nebenan lagernden Tische, Stühle und Bänke dringend gebraucht.

 „Wir hatten bereits vor Jahren die Idee zu einer Toilettenanlage am Trafohaus“, erinnert Dörte Worm-Kressin. „Das aber hat sich leider als zu teuer erwiesen“, sagt die Stadtkoordinatorin und Chefin des Kulturfensters. Bei dem aktuellen Plan und dem aktuellen Förderantrag zur Sanierung des Baudenkmals spielt eine Toilettenanlage denn auch keine Rolle. Er beschränkt sich auf den Erhalt des Baukörpers und darauf, dessen Abwasserproblematik in den Griff zu bekommen. tw

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