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Dinos bekommen rote und grüne Füße

Obernkirchen Dinos bekommen rote und grüne Füße

Sie brauchen derzeit entweder ein geschultes Auge oder aber viel Phantasie – die Schaulustigen, die sich die Fährtenplatte mit den Dinosaurierspuren an der katholischen Kirche St. Josef in Obernkirchen ansehen. Denn so ohne Weiteres sind die zahlreichen Trittsiegel nicht auseinanderzuhalten. Das soll sich bald ändern.

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Von der Paläontologin Dr. Annette Richter auf der Fährtenplatte bereits farblich vormarkiert: das – grüne – Trittsiegel eines Pflanzenfressers.

Quelle: tw

Obernkirchen. „Wir wollen die Abdrücke farblich nachzeichnen lassen und dabei die Farbe Grün für das Siegel eines Pflanzenfressers und Rot für das eines Fleischfressers, eines Raptors, verwenden“, sagt Dörte Worm-Kressin.

Die Empfehlung stammt von der Paläontologin Annette Richter. Die Wissenschaftlerin vom Landesmuseum Hannover hatte im April 2011 in der Bergstadt ein Dinosaurier-Symposium mit 150 Wissenschaftlern organisiert, die über den Jahrhundertfund debattierten.

Worm-Kressin, die Stadtkoordinatorin und Chefin des Kulturfensters Obernkirchend sagte vor den Politikern im von Beate Krantz geführten Bürger- und Bildungsausschuss: „Gleich im Anschluss soll die Fährtenplatte dann mit einer durchsichtigen Spezialschicht gegen Graffiti versiegelt werden.“ So soll sichergestellt werden, dass Kinder die farblich eingefassten Abdrücke nicht fälschlich als Aufforderung verstehen, auf der Fährtenplatte eigene Zeichnungen zu hinterlassen.

Doch auch mit Farbe und Spezialschicht ist der Erinnerungsort an der Kirchenmauer noch nicht fertig. „Es sollen noch zwei Stelen aufgestellt werden“, so Worm-Kressin. Die eine soll von Richter informativ gestaltet werden.

Außerdem fehlt dem Ort bislang die Beleuchtung. Angedacht ist jetzt, die tonnenschwere Sandsteinplatte von unten anzustrahlen, sodass der Eindruck entsteht, sie würde „schweben“. Eine offizielle Einweihung des von zwei Sitzbänken flankierten Ensembles ist geplant, sobald Bürgermeister Oliver Schäfer nach seinem Rollerunfall wieder gehfähig und im Dienst ist. Mit dabei werden dann auch die Obernkirchener Sandsteinbrüche um Klaus und Charlotte Köster sein, die der Stadt die Fährtenplatte zur Verfügung gestellt haben. Bis dahin ist vorgesehen, dass die Bäume, die die Platte überwölben, noch zurückgeschnitten werden.

Zur Erinnerung: Die Fährtenplatte, die sich neben dem Engagement der Sandsteinbrüche auch EU-Fördergeldern verdankt, war Anfang Mai von einem Schwerlastkran auf ihren Sockel an der Heyestraße gehievt worden. tw

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