Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Egal was kommt – die Politik will steuern können

Krainhagen / Bebauungsplan Egal was kommt – die Politik will steuern können

Ein Interessent ist da, aber ob er nur das ehemalige Schulgebäude der Außenstelle kaufen wird oder das gesamte Grundstück, ist noch ungewiss. Der Ausschuss für städtische Entwicklung nahm das Konzept jetzt zur Kenntnis und empfahl dem Rat, die notwendigen Änderungen im Bebauungsplan vorzunehmen.

Krainhagen (rnk). Bekanntlich wurde der Schulstandort Krainhagen vor vier Jahren aufgrund des demografischen Wandels und dem damit verbundenen erheblichen Rückgang der Schülerzahlen geschlossen. Und weil weder eine Reaktivierung der schulischen Einrichtung oder eine städtische Weiternutzung seit Jahr und Tag nicht erkennbar ist – der Kindergarten, der während einer Sanierung seiner Räumlichkeiten hier kurzfristig untergekommen war, hatte bekanntlich von unzumutbaren Lärmverhältnissen gesprochen –, war das Gelände auf dem freien Markt angeboten worden.

 Ein Investor hat sein Interesse bekundet, das ehemalige Grundschulgebäude zu erwerben, möglicherweise auch die gesamte Grundstücksfläche, Im Winkel 1. Im Rat will man zweigleisig fahren, egal, wie der Investor sich entscheidet, man wird vorbereitet sein: Es soll eine Wohnnutzung für das Schulgebäude und eine gleichlautende Nutzung für die östlich angrenzende Freifläche ermöglicht werden.

 Für diesen, nennen wir es Plan A, ist ausschließlich eine wohnwirtschaftliche Nutzung beabsichtigt, eine (teil-) gewerbliche Nutzung ist nicht vorgesehen. Es werden nach derzeitigem Planungsstand vermutlich drei bis vier Wohneinheiten im Gebäude geschaffen. Eine Folgenutzung muss sich an der diesen Bereich prägenden Nutzungsstruktur „Wohnen“ orientieren. Neben allgemeinen oder besonderen Wohnnutzungen können auch Räume für freie Berufe und das Wohnen nicht störende Handwerksbetriebe untergebracht werden.

 Plan B sieht vor, dass die Geometrie und Topografie des Grundstückes eine Aufteilung in insgesamt vier Wohngrundstücke zulässt. Oder, Plan C: bei Erhalt des Schulgebäudes die Zuschneidung in ein großes und zwei kleinere Grundstücke.

 Die Politik will steuern können, daher hat die Überplanung der Fläche auch das Ziel, dass nach einem möglichen Abriss des bestehenden Gebäudes eine sich harmonisch einfügende Neubebauung in die gewachsene Umgebung gewährleistet ist.

 Ganz so einfach ist eine Bebauung des Geländes nicht, denn es verfügt über eine Topografie, die das erschwert: Das Gelände hat ein schweres Gefälle zur Winterstraße hin. Eine kleine Überraschung gab es bei einer Untersuchung des Baumbestandes: Zwei der drei großen Bäume im oberen Geländebereich sind nicht mehr zu retten. Horst Sassenberg (CDU) brachte die Stimmung und Meinung des Fachausschusses auf den berühmten Punkt: „Wir sind schon froh, dass wir einen Investor haben.“ In dieser Woche befasst sich der Ortsrat mit der Änderung, er wird dem Ausschuss folgen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Eine gute Tradition findet regelmäßig ihre Fortsetzung – die „Aktion Weihnachtshilfe“. In der Vorweihnachtszeit rufen die Schaumburger Nachrichten unter dem Motto „Schaumburger helfen Schaumburgern“ jedes Jahr zu Spenden für bedürftige Menschen im Landkreis auf. mehr

Schaumburg