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Ein Abend der Wortakrobaten

"Beetgeflüster" Ein Abend der Wortakrobaten

 Wer einen Garten hat, weiß, dass beim Gärtnern Freud und Leid ganz dicht beieinander liegen. Und doch: „Die Spuren, die ein Sommerregen mit dem Aufblühen von allerlei Stauden und Gemüsen hinterlässt, sind ergreifend“, weiß Jens F. Meyer, der viele seiner als Hobbygärtner gewonnenen Erkenntnisse in seinem 240 Seiten starken Buch „Beetgeflüster“ zusammengefasst hat.

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Jens F. Meyer zeigt, was er kann.

Quelle: wk

Obernkirchen. Dabei beleuchtet er das facettenreiche Thema auf humorvolle Weise und regt den Rezipienten auch zum Nachdenken an. So etwa in seiner Geschichte über „Beulen und Bäume“, in denen er sich über jene menschlichen Zeitgenossen auslässt, die Angst davor haben, dass ihr unter einem Kastanienbaum geparktes Auto von einer herunterfallenden Kastanie beschädigt werden könnte, die jedoch nicht auf die Idee kommen, ihr Fahrzeug nicht unter „den schönen, dichten Kronen dieser Bäume“ abzustellen.

"Beetgeflüster"

Einen bunten Strauß solcher „Beetgeflüster“-Gedanken und -Geschichten hat er der 45-Jährige in der Obernkirchener Schank- und Speisewirtschaft „Pfeffer & Salz“ zum Besten gegeben. Für große Heiterkeit sorgte Meyer dort übrigens auch mit seinem mehrstrophigen Gedicht über die von ihm in seinem Garten beobachteten Kohlmeisen: „Sie sitzen nie still und fliegen und wandern, und wirbeln die Welten noch ganz durcheinander“, reimte er.

Als Zweiter trat an diesem Abend der Rezitator und Kabarettist Gerhard Radtke ans Mikrofon. Vor mehreren Dutzend Besuchern präsentierte er einen Auszug aus seinem Programm „Keine besonderen Vorkommnisse: Ernüchterndes aus meinem literarischen Tagebuch“. Dabei verwob der Obernkirchener geistige Ergüsse von Humoristen wie Joachim Ringelnatz und Rüdiger Hoffmann mit eigenen unterhaltsamen Werken.

Gestohlene "Luftgitarre"

Darunter etwa eine von Radtke aus der Ich-Perspektive erzählte Offenbarung, der eine von ihm im Internet aufgeschnappte Satire über eine gestohlene „Luftgitarre“ zugrunde lag. Ihren Witz bezog diese Nummer vor allem aus den luftigen Wortspielen.

Ein würdiger Abschluss dieses wortreichen Abends war der Auftritt der Poetry-Slammerin Nina Dopheide aus Nienstädt. Die Gymnasiastin hatte im vergangenen Jahr zunächst einen Poetry-Slam- Workshop ihrer Schule absolviert, der von dem bekannten Wortakrobaten Klaus Urban aus Stadthagen geleitet worden war.

Was sie in Sachen Dichtkunst drauf hat, zeigte Dopheide („Wenn so viele Länder Atome spalten, wie soll ich da meine Zukunft gestalten“) in Form von selbstverfassten, minutenlangen Gedichten. Dabei beeindruckte sie nicht zuletzt mit ihrem hohen Vortragstempo. wk

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