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Ein Leerstand weniger – dank Kneippverein

Obernkirchen / Geschäftsstelle im Zentrum Ein Leerstand weniger – dank Kneippverein

Wenn der Küchentisch zugleich der Schreibtisch ist – dann kann das lange gut gehen. Doch es kommt irgendwann der Tag, da sprengt der Platz, den der Schriftkram braucht, die Dimensionen der Platte.

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Wiebke Klapp und Markus Hunstiger öffnen die Tür des Gebäudes Friedrich-Ebert-Straße 15. Auf 50 sanierten Quadratmetern soll hier die neue Geschäftsstelle des Kneipvereins entstehen.

Quelle: tw

Obernkirchen (tw). Für Kneippvereins-Chefin Wiebke Klapp und Schatzmeisterin Vera Schramme ist dieser Zeitpunkt jetzt gekommen. „Angesichts einer Zahl von aktuell 850 Mitgliedern, die immer noch weiter im Steigen begriffen ist, hat sich der Vorstand entschlossen, eine eigene Geschäftsstelle anzumieten“, sagt Klapp. Die Geschäftsstelle soll zugleich als Forum für die Treffen von Vorstand und Beirat dienen; Treffen, die mangels Raum bis dato oft in Gaststätten stattfinden müssen.

 Die künftige Adresse für alle „Kneippianer“: Friedrich-Ebert-Straße 15. Geht alles wie geplant und damit glatt, wird die Geschäftsstelle noch vor dem Weihnachtsfest 2012 betriebsbereit sein. Schöner Nebeneffekt für die Bergstadt als Ganzes dabei: Mit dem Einzug des Kneippvereins in das direkt neben „Brillenmoden Hunstiger“ und vis-à-vis des Fahrradladens „e-motion“ gelegene Gebäude, wird es im Stadtzentrum einen Leerstand weniger geben.

 Die künftige Geschäftsstelle des Kneippvereins Obernkirchen befindet sich auf einer Fläche von 50 Quadratmetern direkt hinter dem großen Schaufenster im Erdgeschoss und ist über nur eine Stufe fast ebenerdig zu erreichen. „Das Fenster“, sagt Klapp, „war uns wichtig, denn man soll unsere Arbeit von der Straße aus sehen können.“

 Vermieter der Immobilie ist Markus Hunstiger. „Der Laden“, erinnert der Geschäftsmann und Nachbar, „hat etwa vier Jahre lang leer gestanden. Zuletzt war ein türkisches Lebensmittelgeschäft drin, davor der Textilanbieter ,Ernstings Family‘.“ Schön für den Kneippverein: „Der Sanitärtrakt im Erdgeschoss der Nummer 15 ist von Herrn Hunstiger bereits saniert worden. Neue Fenster, eine neue Elektrik und eine neue Heizung sollen noch folgen“, freut sich die Vorsitzende. Ein eigener Telenonanschluss mit neuer Nummer ist beantragt. In unmittelbarer Nähe gibt es zwei Kurzzeitparkplätze.

 Gemeinsam hatte sich die Führungsriege zuvor mehrere leer stehende Objekte in der Kernstadt angesehen. Was für die Hunstiger-Immobilie gesprochen habe, sei zum einen die zentrale Lage des Geschäfts gewesen und zum anderen (Stichwort: Sichtkontakt) der Umstand, dass die Ladenfläche nicht unterteilt ist. „Wichtig“, so Klapp, Risikoabwägung und Kosten im Blick, „war uns darüber hinaus, dass der Kneippverein ein dreimonatiges Kündigungsrecht erhält“. Denn noch könne man nicht wissen, wie sich Energieverbrauch und -kosten in der Geschäftsstelle entwickeln werden.

 Besetzt werden soll diese Geschäftsstelle zunächst durch Vorstandsmitglieder und nach Möglichkeit zweimal die Woche: Das könnte einmal vormittags zwischen 9 und 12 Uhr, einmal nachmittags zwischen 15 und 18 Uhr sein; könnte, muss aber nicht. „Fernziel“, sagt Klapp, „ist es, die Geschäftsstelle irgendwann ganztägig mit einem Festangestellten betreiben zu können.“ Daran jedoch sei einstweilen noch nicht zu denken. Doch wie auch immer: Sorgen, dass der Kneippverein wegen der Anmietung des Gebäudes Friedrich-Ebert-Straße 15 die Beiträge anhebt, muss nach Aussage seiner Chefin niemand haben: „Das ist weder für 2013 noch für 2014 geplant.“

 Geplant ist dafür anderes – ein neues Programm. „Ein Programm mit zahlreichen Einzelveranstaltungen, das noch vielseitiger als das aktuelle sein wird“, wie Klapp verspricht. Es soll unter dem Motto „Ernährung“ stehen; gesunde Ernährung wohlgemerkt. Dazu gehört, dass Mitglieder des Kneippvereins Kochkurse geben, Landfrauen über Lebensmittel referieren. Ein Event des neuen Programms hat zwar nichts mit Essen zu tun, gilt aber als Glanzlicht: eine „Klangreise“, zu der Harfenspielerin Gertraude Bittner die Mitglieder mitnehmen will.

 Das komplette Programm soll im Dezember fertiggestellt sein; die „Kneippianer“ sollen es noch vor dem Jahreswechsel erhalten.

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