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Ein Spaß für Jung und Alt

Kinderschützenfest-Umzug Ein Spaß für Jung und Alt

Zwölf bunt geschmückte Festwagen, voll besetzt mit fröhlichen, kostümierten Kindern, mehrere musizierende Spielmannszüge und viele Zuschauer: Keine Frage, der Kinderschützenfest-Umzug am Sonntag  ist auch diesmal wieder ein, wenn nicht sogar der Höhepunkt des Obernkirchener Bürgerschützenfestes gewesen.

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Der Umzug durch die Innenstadt ist der Höhepunkt des Festes: Jung und Alt, Mitglieder der zehn Bürgerrotts, gut gelaunte „Schwarzkittel“ und „herzige Küchenfeen“ (kleines Bild) sind gemeinsam unterwegs.

Quelle: wk

OBERNKIRCHEN. Dies auch deshalb, weil sich die traditionell mit schwarzem Anzug und Zylinder plus weißem Hemd und weißen Handschuhen ausstaffierten Schützenbrüder bei diesem Programmpunkt selbst nicht allzu ernst genommen haben. So hatten sich etliche Herren und andere erwachsene Begleitpersonen passend zu den von „ihren“ Rotts ausgegebenen Mottos mit diversen schmückenden Accessoires präpariert. Und um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, hatte das Rott Hütte eigens für diesen Tag – quasi als Stargast – die aus der TV-Reihe „Die Sendung mit der Maus“ bekannte „Maus“ engagiert. Klar, dass sich das die Kinder begeisternde Maskottchen nicht nur in jenem Rott, sondern auch auf dem Marktplatz blicken ließ, von wo aus die ganze Festgesellschaft samt den von Traktoren bewegten Festwagen ab etwa 14 Uhr zur Liethhalle zog. Zudem war die „Maus“ auch an der Liethhalle präsent, wo das Kinder-Schützenfest nachmittags weitergefeiert wurde.

Vergnügen konnten sich die Jungen und Mädchen dort unter anderem bei Fahrten mit einem Kinderkarussell. Zur Verköstigung aller Teilnehmer gab es Kaffee und Kuchen, während auf den benachbarten Schießständen das Bürgerschießen um den Königstitel ausgetragen wurde.

Notfall auf dem Höheweg

Überschattet wurde das Bürgerschützenfest jedoch durch einen Notfall, der sich am Sonnabend ereignete: Nach den morgens in den insgesamt zehn Bürgerrotts gefeierten Rottfrühstücken hatten sich die Rotts zur Mittagszeit planmäßig auf dem Marktplatz versammelt, um von dort hoch zu den auf der Lieth gelegenen Schießständen zu marschieren, wo der Auftakt des traditionellen Bürgerschießens anstand. Doch als der Tross auf dem Höheweg unterwegs war, brach plötzlich einer der zum Führerkorps der Bürgerschützen gehörenden Männer offenbar aufgrund von Herzproblemen zusammen. Zwei Einsatzkräfte der Feuerwehr rasten daraufhin mit einem Mannschaftswagen bei eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn zum Rathaus, um einen dort vorhandenen Defibrillator zu holen, während Rettungskräfte des DLRG-Ortsvereins bereits Erste Hilfe leisteten. Mit einem zudem alarmierten Rettungswagen des DRK, dessen Besatzung die weitere Notfallversorgung übernahm, wurde der Patient dann ins Krankenhaus gefahren.

Für den Stab der Bürgerschützen stand wegen des Zwischenfalls die Frage im Raum, ob man die ganze Veranstaltung abbrechen sollte: „Das war für uns eine schwere Entscheidung“, berichtete Klaus Scholz, der „Stadtkommandant“. Aber so, wie man den betroffenen Schützenbruder kenne, sei man davon ausgegangen, dass es auch in dessen Sinne sei, das Bürgerschützenfest weiterlaufen zu lassen. Ein „großes Lob“ adressierte Scholz in diesem Zusammenhang an die an der Erstversorgung des Herzpatienten beteiligten Rettungskräfte, die alle eine „sehr gute Arbeit“ geleistet hätten.

Da das Fest planmäßig fortgesetzt wurde, ging am Sonnabendabend eine Party in der Liethhalle über die Bühne, bei der den Tanzwilligen mit schwungvollen Hits eingeheizt wurde. Bleibt noch zu erwähnen, dass gestern Abend bereits der Name des bei dem Schießwettbewerb ermittelten neuen Bürgerschützenkönigs bekannt gegeben wurde: Etienne Rudolf vom Lindenrott. wk

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