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Ein Wiedersehen mit alten Bekannten

Bildhauer-Symposium Ein Wiedersehen mit alten Bekannten

Eine Ausschreibung haben sich die Verantwortlichen gespart, zum zehnten Bildhauer-Symposium wird vor allem eingeladen: Kommen sollen Teilnehmer, die bereits auf dem Kirchplatz der Bergstadt Proben ihres Könnens abgegeben haben.

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Das zehnte Symposium beginnt am 24. August, dann wird auf dem Kirchplatz zwei Wochen lang Kunst geschaffen.

Quelle: Archiv

Obernkirchen. Das Künstlertreffen wird vom 24. August bis zum 6. September eine Art Best-of-Symposium.

 Ein Treffen der Besten ist völlig undenkbar ohne den Afrikaner, der vor 15 Jahren die Tradition der Künstler aus Simbabwe in der Bergstadt gegründet hat: Tutani Mgabazi, der 2000 und 2006 sein Lieblingsthema aus dem Sandstein befreite: die Schönheit der Frauen. Da er seit seinem 13. Lebensjahr ohne Mutter und Schwester aufwuchs, beschäftigte er sich intensiv mit dem Weiblichen. Und das Publikum, nicht nur in Obernkirchen, liebt ihn dafür: Tutani feiert die Frauen.

 Auch Gisela Milse erhält eine Einladung, sie nahm bereits 2000 und 2003 an Symposien der Bergstadt teil. Ein Wiedersehen gibt es auch mit Ursula Beiler, Hans Reijnders, und Poul Baekhoj, dessen „zweispindelige Schraubspindelpumpe“ auf dem Bornemann-Platz steht, außerdem kommt mit Keizo Ushio der Superstar der Symposien 1997 und 2000.

Man darf gespannt sein, ob der Japaner wieder eine mathematische Skulptur schaffen wird, seinen beiden „Obernkirchener“ Werke beziehen sich beide auf die Knotentheorie, einem Teilgebiet der Mathematik: Die von Ushio bevorzugte Hopf-Verschlingung ist das einfachste Beispiel einer Verschlingung zweier Kreise.

Zwei „Neulinge“ komplettieren das Teilnehmerfeld: Oscar Aguirre Comendador (Cuba) und Antonella Tiozzo (Italien).

Bis dahin, so hofft Charlotte Köster als Vorsitzende des Trägervereins „Internationales Bildhauer-Symposium Obernkirchen“ (IOBS), ist die Sanierung der Stiftskirche weitgehend beendet, denn zurzeit ist der Kirchplatz durch die Baustelle stark zugestellt, aber Gespräche mit der Kirche hätten ergeben, dass der Platz in der Zeit des Symposiums nur reduziert oder bestenfalls gar nicht genutzt werde. Lediglich ein Kran könnte eventuell noch auf dem Platz stehen, weil am Dach der Stiftskirche gearbeitet werden soll.

Ansonsten wird die „Lange Nacht der Steine“ verlegt, sie wird dieses Jahr nicht mehr zur Halbzeit, sondern am Ende des Symposiums gefeiert, also am 4. oder 5. September. Das hat den Vorteil, dass alle Werke, die in dieser Nacht illuminiert werden, fast oder ganz fertig sind.

Zur Halbzeit gibt es dennoch Musik: Der Jazzchor Minden wird ein Konzert geben.

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