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Ein Zeichen gegen Neonazis und Hooligans

Obernkirchen Ein Zeichen gegen Neonazis und Hooligans

Wenn die Stadt gemeinsam mit der evangelischen und der katholischen Kirchengemeinde die Bürger für kommenden Sonntag, 9. November, einlädt, der Opfer des Holocaust und der Reichspogromnacht vom 9. November 1938 zu gedenken – dann will sie auch ein Zeichen gegen den aktuellen Schulterschluss von Neonazis und Hooligans setzen.

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Gedenkstein für die ehemalige Synagoge an der Bornemannstraße / Ecke Strullstraße.

Quelle: tw

Obernkirchen.  „Rechtsextreme Vorstellungen und Aktivitäten breiten sich in der Gesellschaft wieder aus“, gibt Oliver Schäfer zu bedenken. Der Bergstadt-Bürgermeister: „Aktuell schließen sich Hooligans und Neonazis zu gewalttätigen Demonstrationen zusammen, um Räume in den Städten und den Köpfen zu erobern und um den Rechtsstaat und demokratisch gesinnte Bürger einzuschüchtern.“ Es bleibe daher wichtig, gegen dieses gefährliche Gedankengut deutlich und öffentlich Stellung zu beziehen und antisemitischen und rassistischen Tendenzen entgegenzutreten.

 Die „Reichskristallnacht“ war eine gezielte Kampagne gegen die jüdischen Mitbürger und wurde vom NS-Staat initiiert und gelenkt. Sie machte deutlich, welches Ziel das Regime von Anfang an verfolgte: die Vertreibung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung und die Zerstörung der jüdischen Kultur in Deutschland und Europa. Auch in Obernkirchen hatten die jüdischen Familien unter den Nazis schwer zu leiden. An ihr bitteres Schicksal und an das Leiden der Juden Europas während der Gewaltherrschaft soll mit der Gedenkfeier erinnert werden.

 Die Stadt und die Kirchengemeinden bitten die Bürger daher um rege Beteiligung an der Gedenkfeier. Sie soll auch deutlich machen, dass die Einwohner Gewalt und Hass ablehnen und sich für ein friedliches und tolerantes Zusammenleben in ihrer Stadt starkmachen.

 Die Feier findet statt am Gedenkstein für die ehemalige Synagoge an der Bornemannstraße/Ecke Strullstraße. Sie beginnt um 18 Uhr. Die Ansprache hält Wilfried Bartels aus Obernkirchen. Er war bis Mitte 2000 im Innenministerium des Landes Sachsen-Anhalt als Leitender Ministerialrat und Referatsleiter für die Ausländer-, Flüchtlings- und Asylpolitik verantwortlich und hat vor Kurzem den Besuch von Mitgliedern der Familie Lion in Obernkirchen betreut, deren Eltern während der Nazidiktatur aus der Bergstadt flüchten mussten.

 Die Musik zur Feierstunde übernimmt der MGV Obernkirchen. tw

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