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Ein echtes Stück Großbritannien kommt

Obernkirchen / Ankündigung Ein echtes Stück Großbritannien kommt

Im Mittelpunkt der nächsten Vortragsreihe von „Treff im Stift“ steht „eine der großen, alten Nationen in Europa“, wie der „Treff“-Vorsitzende Werner Hobein sagt. Es ist Großbritannien.

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Sie wollen für die Insel begeistern: Sybille Schlusche, Werner Hobein und Susanne Wöbbeking laden zur nächsten Vortragsreihe im Stift ein. © sig

Obernkirchen (rd). Mit insgesamt elf Veranstaltungen, die sich vom 14. September bis zum 21. April ziehen, will der Verein Bürger für „die Insel“ begeistern. „Wie jedes Mal, wenn wir ein Land zum Thema machen, wollen wir die vielfältigen Beziehungen in den Mittelpunkt rücken, die es mit unserer Heimat gibt“, erklärt Hobein. Im Fall Großbritannien fällt dies besonders leicht – wie das facettenreiche Programm beweist.

Gleich der Auftakt der kommenden „Treff im Stift“-Saison ist hochrangig besetzt. Am 14. September will Andrew Noble beleuchten, worauf das deutsch-britische Verhältnis fußt und wie es sich in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt hat: „Stimmt das deutsche Stereotyp von Großbritannien?“ Noble ist Großbritanniens Vize-Botschafter in Deutschland, außerdem Generalkonsul für die norddeutschen Bundesländer. Der 51-Jährige hat in Cambridge Deutsch und Französisch studiert. Im diplomatischen Dienst ist er schon weit herumgekommen. Bevor ihn das Außenministerium nach Berlin schickte, hießen seine Stationen Bukarest, Bonn, Kapstadt und Athen.

Dem britischen Vize-Botschafter folgt am 12. Oktober der Historiker und Geograf Rudolf Kretschmer aus Bad Nauheim. Sein Thema dürfte in einer ehemaligen Bergbaustadt wie Obernkirchen auf großes Interesse stoßen. Es lautet: „Großbritannien als Wiege der industriellen Revolution“.

Etwas weiter in die Jetztzeit rückt der nächste Referent. Dominik Geppert von der Universität Bonn (Institut für Geschichtswissenschaft) untersucht am 9. November die Frage, auf was die Politik der ehemaligen Premierministerin Margret Thatcher fußte: „Der Thatcher-Konsens: Der Einsturz der britischen Nachkriegsordnung in den 1970er und 1980er Jahren“. Am 7. Dezember ist mit Jürgen Gansäuer ein Politiker zu Gast, der schon „Treff im Stift“-Erfahrung besitzt. Der Christdemokrat und ehemalige Präsident des niedersächsischen Landtags hat sich vorgenommen, die blaublütigen Verbindungen zwischen Niedersachsen und Großbritannien zu belegen, am Beispiel der „Personalunion der Könige von Hannover und England“.

Das „Treff im Stift“-Jahr 2012 beginnt am 11. Januar mit einem Pastor, der im Westen Londons wirkt. Wolfgang Kruse will die „Geschichte der deutschsprachigen evangelischen Gemeinden in Großbritannien“ aufblättern, unter dem Titel: „Von der Deutschen Hofkapelle bis zur Evangelischen Synode Deutscher Sprache“. Am 8. Februar kommt zu seinem Recht, wer die Schönheit der deutschen Sprache liebt. Hermann Unterstöger, Redakteur und „Streiflicht“-Autor der „Süddeutschen Zeitung“, spricht über Angliszismen, die die deutsche Sprache erobern: „Ist unsere Sprache noch zu retten?“

Am 14. März beschließt Ulrich Müller, Kunsthistoriker an der Universität Jena, die Reihe der Vorträge mit einem Thema, das schon in den Frühling weist: „Die englische Garten- und Parkkultur“.

Zusätzlich zu den Vorträgen bietet „Treff im Stift“ musikalische und fotografische Programmpunkte. Am 16. November spielt Kirchenmusikerin Regina Ackmann in der Stiftskirche Orgelmusik, die aus England stammt. Am 21. April gastiert der Kammerchor Hannover am selben Ort und gibt „Shakespeare 21“ zum Besten.
Am 16. und 17. März präsentiert der Berliner Fotograf Ronald Marske schließlich eine Multivisions-Schau, für die der „Treff im Stift“ in die Halle von Holzbau Mlodzian ausweicht. Am 16. März widmet sich Marske Südengland und Cornwall, am 17. März Schottland.

Die Vortragsreihe „Treff im Stift“ zählt seit 61 Jahren zu Obernkirchens Markenzeichen; sie dürfte mit dieser Tradition landesweit einmalig sein.
Der Glasfabrikbesitzer Friedrich Heye hatte den Treff 1950 gegründet, um Vorträge und Referate zu gesellschaftlichen, politischen und kirchlichen Themen unter das Volk zu bringen. In den ersten Jahrzehnten firmierte die Reihe unter der Bezeichnung „Loccumer Freundeskreis“, Anfang der neunziger Jahre taufte man sie in „Treff im Stift“ um.

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