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Eine Kakadu-Liebe auf den ersten Blick

Obernkirchen / Vogelfreunde Eine Kakadu-Liebe auf den ersten Blick

Große Publikumsresonanz hat auch in diesem Jahr die Vogel- und Zierfischbörse gefunden. Veranstaltet von den Vogelfreunden Röhrkasten und dem Aquarienverein „Black Molly“ Obernkirchen zog die Veranstaltung an einem Vormittag wieder viele Hundert Besucher in die Liethhalle.

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Unzertrennlich: Uwe Bachert aus Lübbecke mit seinem Inka-Kakadu Waldmann.

Quelle: jp

Obernkrichen. Offensichtlich scheint sich der Termin dieser Börse bei vielen Tierfreunden fest im Gedächtnis eingeprägt zu haben: Denn neben dem Termin während der Vogelschau im Oktober laden Vogelfreunde Röhrkasten und Black Molly Obernkirchen stets am zweiten Sonntag im März zu dieser Veranstaltung.

 „Es ist gut möglich, dass wir die Marke von tausend Besuchern knacken“, meinte ein sichtlich zufriedener Martin Dreveskracht, seines Zeichens Vorsitzender der Vogelfreunde Röhrkasten. Dass die Vogel- und Zierfischbörse mit 15 Anbietern bei den gefiederten Tieren und sieben bei den schwimmenden bei Weitem nicht den Rahmen einnimmt wie Börsen in anderen, größeren Metropolen wie beispielsweise Lingen stört den Vereinschef dabei nicht, ganz im Gegenteil: „Mit solchen Veranstaltungen wollen wir uns gar nicht vergleichen. Uns ist es lieber, dass es hier überschaubar bleibt. Dadurch können wir auch sicherstellen, dass von den Anbietern alle Auflagen der Veterinärbehörden eingehalten werden wie etwa saubere Käfige und Transportbehältnisse, keine geschützten Tiere oder keine überbesetzten Käfige.“

 Und noch einen markanten Unterschied hat Martin Dreveskracht zu den größeren Vogel- und Kleintierbörsen im Vergleich mit der Liethhalle ausgemacht: „Zu uns kommen viele Besucher mit einem echten Interesse, ein Tier zu erwerben. Auf den Großveranstaltungen findet man hingegen viel mehr Besucher, die nur zum Gucken kommen.“

 Neben Wellensittichen fanden sich auf den Tischen der Vogelzüchter auch verschiedene diverse exotische und farbenprächtige Sitticharten. Ein echter Hingucker – allerdings auch wirklich nur zu bewundern, aber nicht zu kaufen – war Papagei Waldmann, der sein Herrchen Uwe Bachert aus Lübbecke während der Veranstaltung auf der Schulter begleitete. Vor einem Jahr hatte der Vogelzüchter den seltenen Inka-Kakadu bekommen, nachdem dieser zuvor 16 Jahre in einer Voliere gelebt hatte, und mittlerweile sind Mensch und Vogel unzertrennlich. Wie schafft man es in einer so vergleichsweise kurzen Zeit, ein Tier so zahm und so anhänglich werden zu lassen? „Das war einfach Liebe auf den ersten Blick“, meint Uwe Bachert. Und es komme einfach sehr darauf an, wie man ein solches Tier behandele: „Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.“

 Gute Konjunktur herrschte auch an Tischen des Aquarienvereins Black Molly, wo vielerlei Arten von Fischen wie Welse, Labyrinther, Barsche oder Zahnkarpfen nachgefragt wurden. Auch mit Rat und Tat standen die Fischspezialisten den Besuchern zur Verfügung: „Man kann sich nicht einfach ein Aquarium kaufen, Wasser hineinfüllen und irgendwelche Fische hineinsetzen, die einem gerade gut gefallen“, so Wilfried Holzapfel, Börsenwart und zweiter Vorsitzender des Aquarienvereins. „Wer so etwas machen möchte, sollte sich zunächst intensiv mit der Fachliteratur befassen.“ Und fügt hinzu: „Das gilt natürlich nicht nur für Fische, sondern für jedes Lebewesen, welches man sich als Haustier halten möchte.“

 So erfreulich die Resonanz auf die Veranstaltung, so ernüchternd die Situation der beiden veranstaltenden Vereine, insbesondere des Aquarienvereins. Nur noch 16 Mitglieder zählen die Black Mollys, und auf internen Veranstaltungen der Aquarienfreunde sieht es noch viel düsterer aus. „Auf Vereinsabenden sitzen wir bisweilen mit zwei oder fünf Leuten da“, berichtet Wilfried Holzapfel. Die Vorstandsmitglieder müssen in der Regel mehrere Ämter bekleiden, um alle Posten besetzt zu halten, und aktiver Nachwuchs ist weit und breit nicht in Sicht.

 „Wir haben uns daher bereits gefragt, ob wir den Verein überhaupt noch weiterführen sollten“, so Wilfried Holzapfel.

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