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Eine Liste von zwölf Projekten

Bauausschuss in Obernkirchen Eine Liste von zwölf Projekten

Der Druck, nicht nur etwas, sondern auch noch das Richtige zu tun, ist groß: Tut die Stadt nämlich nichts oder das Falsche, wird Obernkirchen im Jahre 2021 nur noch 7864 Einwohner haben – das sind 670 oder acht Prozent weniger als fünf Jahre zuvor.

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Das günstigste Objekt im Projekt-Quartett, das die Stadt von Hannover gefördert sehen möchte: das Trafohaus auf dem Kirchplatz. Seine Sanierung kostet 38.000 Euro.

Quelle: tw

Obernkirchen. Was das Richtige sein könnte – das hat jetzt der Bauausschuss unter Regie von Manfred Essmann bei seinem jüngsten Treffen im Sitzungssaal des Rathauses zusammengetragen und einstimmig abgenickt. Es handelt sich um eine lange Liste von zwölf Projekten. Diese sollen zum einen das Image der Bergstadt verbessern und sie für Neubürger attraktiv machen; zum Anderen tragen sie der Erkenntnis Rechnung, dass es künftig immer mehr ältere Menschen in Obernkirchen geben wird: „Barrierefreiheit“ heißt das Zauberwort.

 Dafür gibt es Geld vom Land Niedersachsen. Die ersten vier Projekte auf der Obernkirchener Prioritätenliste könnten noch Mitte/Ende Mai im Rat beschlossen und ab 2015 aus Geldern des Städtebauförderprogramms „Kleinere Städte und Gemeinden“ mit bis zu 66 Prozent bezuschusst werden; der große Rest später. Matthias Reinold vom gleichnamigen Planungsbüro mit Sitz in Rinteln hat sie alle vorgestellt. Lange Straße 1:

 Sanierung und Umbau der Ex-Stadtkasse als Polizeistation (wir berichteten) und für die Zwecke der Schülerhilfe. Kosten: 508.000 Euro. Trafohaus:

 Sanierung des Baudenkmals mit dem Fokus auf Kultur- und Gemeinschaftszwecke. Kosten: 38000 Euro. Alte Beeker Schule:

 Nach einer energetischen Sanierung und optischen Aufwertung soll das jetzige Jugendzentrum inklusive seiner Freiflächen „multifunktional“ – sprich: breiter – genutzt werden können. Kosten: 686.000 Euro. Bahnhofsgebäude:

 Es soll nach Umbau und Sanierung – über die Bahnzwecke hinaus – auch eine Pilgerwohnung sowie kulturell nutzbare Räume beinhalten. Kosten: 495000 Euro.

 So weit die Prioritätenliste der Politiker im Bauausschuss, die noch Mitte März bei der Förderstelle in der Landeshauptstadt vorliegen soll. Acht weitere Projekte sollen sich später anschließen: Rollatorenwegenetz:

 Ausweitung des „Pählichweges“ auf dem Marktplatz zwecks Anbindung des Wochenmarktes sowie von Geschäften und Behörden. Obdachlosenunterkunft:

 Rückbau/Sanierung des „Schlafhauses“ in bedarfsgerechter Größe. Außenaufzug Rathaus:

 Durch den Anbau eines Außenaufzugs soll der Rathaussaal behindertengerecht für öffentliche Veranstaltungen genutzt werden können. Postgebäude:

 Für den Leerstand soll eine Nachnutzung gefunden werden. Amtsgericht:

 Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude an der Rathenaustraße wird nach dem Umzug der Polizei ins Stadtzentrum (Lange Straße 1) leerstehen; auch für das Amtsgericht soll eine Nachnutzung gefunden werden. Sonnenbrinkbad:

 Sämtliche Zugänge zum Bad und zu den Bewegungsräumen sollen barrierefrei umgebaut werden. In Kooperation mit dem Klinikum Schaumburg soll das Bad verstärkt für die Gesundheitsvor- und -nachsorge genutzt werden. Mehrgenerationenwohnen:

 In Leerstandsgebäuden an der Friedrich-Ebert-Straße soll nach Sanierung und Umbau Mehrgenerationenwohnen möglich sein. DGH Gelldorf:

 Der Zugang zum Dorfgemeinschaftshaus (DGH) und zu den Wohnungen soll behindertengerecht gestaltet werden. Das DGH selbst soll zum Generationen- und Kulturtreffpunkt umgestaltet werden.

 Noch nicht explizit auf der Landesliste, wohl aber bereits im Notizblock, haben die Politiker obendrein zwei Maßnahmen in Röhrkasten: zum einen den Rückbau der früheren Gärtnerei Loges an der Eilsener Straße. Auf dem Gelände soll Wohnraum für das Personal des benachbarten Klinikums Schaumburg entstehen. Zum anderen soll der Platz vor der Freiwilligen Feuerwehr zur Ortsmitte und als Generationentreffpunkt ausgebaut werden. Noch nichts angemeldet haben Vehlen und Krainhagen.

 Reinold: „Die Entscheidungshoheit, ob alle diese Maßnahmen auch tatsächlich umgesetzt werden – und wenn ja: in welcher Reihenfolge und zu welchem Zeitpunkt –, liegt beim Stadtrat.“ Denn Obernkirchen erhalte vom Land lediglich einen „Förderrahmen“. Außerdem müsse die Stadt, trotz der „wirklich großartigen“ Fördersumme von 66 Prozent den Rest natürlich gegenfinanzieren. Eben deswegen würden Rat und Rathaus gerne Privatinvestoren mit ins Boot holen. tw

 Die Projektliste wird jetzt öffentlich ausgelegt; zugleich werden die Behörden befragt.

 Das günstigste Objekt im Projekt-Quartett, das die Stadt von Hannover gefördert sehen möchte: Das Trafohaus auf dem Kirchplatz. Seine Sanierung kostet 38000 Euro. tw

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