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Einfach kein Wetter für Rekorde

24-Stunden-Schwimmen Einfach kein Wetter für Rekorde

 Das 24-Stunden-Schwimmen im Sonnenbrinkbad ist genau eine Stunde alt, da stellt sich ein junger Mann mit coolen Körpertattoos vor die Stellwand, auf der nachzulesen ist, welcher Rekord seit 2001 von wem aufgestellt wurde. Er liest, und dann sagt er: „Wahnsinn.“

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 Zur Belohnung gibt es die obligatorische Torte: Das Blütenrein-Team gewinnt die Mannschaftswertung mit 147 geschwommenen Kilometern. Der Mann rechts mit der Startnummer 96 heißt Christian Vogel und gewinnt die Einzelwertung. Fotos: rnk

Obernkirchen. Das kann man so sehen. Und mancher Rekord wird wohl für die Ewigkeit sein, etwa die 51900 Meter von Henriette Ismer aus dem Jahr 2005, mit denen sie die Frauen- und die Gesamtwertung gewann. Vielleicht gilt das auch für die 55 Kilometer, die 2002 Elias und Nick Sander gekrault waren, jeweils natürlich.

 Diesmal scheint dagegen schon vor dem Start eines sicher: In diesem Jahr würde kein Rekord wackeln. Und so kommt es auch. Dafür ist das Wetter viel zu heiß. Gerade die Langstreckekrauler spüren die Hitze und die sengende Sonne Meter für Meter, Bahn für Bahn. Rekorde sind da nicht drin. Bestmarken gibt es eher, wenn die Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad liegen: Dann können die 1000 Bahnen, die 50 Kilometer also, angepeilt werden.

 Für den ganz normalen Schwimmer, der nur seine Bahnen ziehen und vielleicht auch mal eigene Schwimm-Grenzen neu definieren wollte, ist das Wetter ideal: Die Schwimmer verteilen sich, viele legen auch mal eine Sonnen-Pause ein. Auf den Bahnen kann recht entspannt geschwommen werden. Am Sonntagmorgen gibt es Bahnen, auf denen nur sechs bis acht Schwimmer gezählt werden, für ein 24-Stunden-Schwimmen sind sie damit leer.

 Am schlechtesten für alle Schwimmer sind übrigens Regen oder kaltes, nasses Wetter: Dann wollen alle ins Wasser und nur noch ihre Strecke schwimmen, entsprechend eng geht es dann im Becken zu.

 Auch die Teilnehmerzahl lag diesmal im entspannten Bereich: 265 Schwimmer werden gezählt, gut acht Prozent mehr als im Vorjahr. Auffällig: Sehr viele Schwimmer sind jung. Die Älteren, die in den ersten Jahren noch eine große Teilnehmerzahl gestellt hatten, sind mittlerweile so selten, dass man sie fast unter Artenschutz stellen könnte. Dafür kommen deutlich mehr Schwimmer aus dem weiteren Umland, aus Minden, aus Westfalen generell, sogar Hamburger sind an diesem Wochenende am Start.

 Generell sind für dieses Event etwa 250 Starter ideal, sowohl für die Organisatoren und die Ehrenamtlichen, die am Beckenrand die absolvierten Bahnen notieren, als auch für die Schwimmer selbst. Danach wird der Platz knapp.

 Bei den Männern gewinnt Seriensieger Christian Vogel mit 42 Kilometern, Heiko Büthe folgt mit 35300 Metern vor Mirko Kauffeld mit 33900 Metern. Bei den Damen setzt sich Sara Flöttmann durch: Sie bewältigt 30,3 Kilometer. Laura Kerkmann belegt mit 29100 Metern Platz zwei, Bronze geht an Nicola Everding (25500 Meter).

 Bei den Mannschaften liegt am Schluss deutlich das Blütenrein-Team vorn, 147 Kilometer werden gezählt. Die Pinguine kommen mit 112 Kilometern auf Platz zwei. Die Gesamtstrecke aller Teams beträgt zusammengerechnet 976700 Meter.

 Als nach einem Tag zusammengerechnet wird, ergeben sich diese Zahlen: 265 Teilnehmer haben 2280700 Meter geschwommen, und im Durchschnitt hat jeder Schwimmer über achteinhalb Kilometer zurückgelegt: 8606 Meter.

 Der beste Schnitt wurde mit 10151 Metern übrigens 2005 erreicht. In jenem Jahr notierten die Organisatoren auch die höchste Gesamtstrecke: Es kamen knapp über drei Millionen Meter zusammen.  rnk

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