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Einmal in die Tasten hauen

Schnupperstunde Einmal in die Tasten hauen

Das Jugendzentrum (Juz) der Bergstadt hat eine spannende Kooperation mit der Kreisjugendmusikschule (KJMS) begonnen. Im von Rosa Prujanski geleiteten Klavieratelier sollen Kinder und Jugendliche an die Grundlagen des Instrumentes herangeführt werden.

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Jetzt geht’s los: Die Teilnehmer der Schnupperstunde möchten endlich anfangen.

Quelle: mig

Obernkirchen. Mit diesem Ansturm hatten die Veranstalter der Schnupperstunde offenbar nicht gerechnet. 24 Kinder und Jugendliche wollten dabei sein, bei der Premiere 2016 waren es acht. Entsprechend überrascht war Susanne Veentjer, die das „Atelier“ aufseiten des Juz organisiert hat. Die Resonanz zeige, dass man mit dem Angebot auf dem richtigen Weg sei. Da dass Juz in Zukunft zu einem Bürgerzentrum werden solle, habe man „auf Dauer mehr Platz und Möglichkeiten“ für solche Kooperationen.

Kooperation ist „großartig“

Die Stadtjugendpflege als Träger des Juz verzichtet auf die Raummiete und sponsert gleichzeitig die Kosten für die Lehrkraft. Nur deshalb zahlen die Schüler lediglich fünf Euro für eine Gruppenstunde. Sozial Schwächere werden mit dem Teilhabepaket unterstützt. Entsprechend zufrieden zeigte sich Veentjer, die die Kooperation mit der KJMS als „großartig“ bezeichnet. So würde noch mehr Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit gegeben, die Grundlagen eines Instrumentes zu erlernen: „Wir hatten im Jahr 2016 gleich drei Angebote in Kooperation mit der KJMS: den Musikgarten für Eineinhalb- bis Dreijährige, das Klavieratelier und das Bucket-Beats-Trommeln.“ In Zukunft werde es sicher weitere gemeinsame Offerten geben.

Ein Vorhaben, das auch bei den anwesenden Eltern auf breite Zustimmung stößt. Man würde sich deutlich mehr Angebote wünschen, meinte eine Mutter. Weil die Vereine kleiner würden, müsse man inzwischen immer öfter nach Rinteln oder Stadthagen ausweichen. Andere haben sich vor allem aus Kostengründen für das Angebot des Kinder- und Jugendzentrums entschieden. Einzelunterricht sei mit bis zu 80 Euro pro Stunde sehr teuer.

Ausprobieren ohne Erfolgsdruck

Für Anja Hain gab vor allem die Wohnortnähe den Ausschlag für ihre Entscheidung: „Man kann so sehen, ob das Kind wirklich dabei bleibt und ob es zu Hause übt.“ Ganz wichtig sei ihr, dass ihr Sohn Florian Spaß daran habe, ein Instrument zu erlernen. „Ich finde es wichtig, dass Kinder sich erst einmal ausprobieren dürfen, ohne das gleich Erfolgsdruck und ein ‚Du musst‘ dahintersteht.“ Zwar seien Kinder schnell begeistert, genauso schnell könne es aber auch passieren, dass sie das Interesse verlieren, merkte Hain an. „Wenn sie dann wirklich keine Lust mehr haben, kann man hier einfach aussteigen und ist nicht in einem Abosystem gefangen.“

Mit der Schnupperstunde werden die Kinder und Jugendlichen in Gruppen eingeteilt: Anfänger, Fortgeschrittene und Anfänger/Neueinsteiger (für verspätete Teilnehmer). Ziel sei es, Grundlagen zu vermitteln, so Prujanski. „Vorkenntnisse sind nicht nötig.“ In der ersten Stunde lernen die Schüler ihr neues Instrument, das Keyboard, genauer kennen. Einer ihrer Schüler ist Tjorven Wendt, der schon seit vier Jahren am heimischen Klavier übt. Der Zwölfjährige interessiert sich vor allem für eine „klassische Ausbildung“ – er möchte das Instrument beherrschen und auch schwierige Werke spielen können, sagt er. Warum sich Tobias für das Klavier entschieden hat? „Einmal, weil wir eines im Haus stehen haben, zum anderen, weil es so vielseitig ist.“ Der Wechsel zwischen eher ruhigen und schwierigsten, virtuosen Passagen reize ihn sehr.

Davon ist die zehnjährige Marie noch weit entfernt. Sie will erst einmal die Grundlagen lernen, sagt sie leise. Wohin das führt? Marie druckst etwas herum, dann kommt die Antwort: „Ich möchte später in einer Band spielen – wie meine große Schwester.“ Die hat ihr schon ein bisschen was beigebracht. „Zu Weihnachten habe ich einige Weihnachtslieder gespielt.“ mig

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