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Engpass bei Kiga-Plätzen

Betreuungsangebot Engpass bei Kiga-Plätzen

Damit sie den Engpass bei Betreuungsplätzen aufweiten können, wollen Stadtverwaltung und Bürgervertreter der Bergstadt schnellstmöglich eine weitere Regelkindergartengruppe mit bis zu 25 Plätzen einrichten.

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Schönes Panorama am kirchlichen Kindergarten in Vehlen: Nach dem Willen der Bildungspolitiker der Bergstadt soll dort in Kürze eine neue Regelgruppe entstehen.

Obernkirchen. Diese Gruppe soll bei der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Vehlen angesiedelt werden. Unter anderem, weil der Gesetzgeber will, dass freie Träger bei der Vergabe bevorzugt werden. Sollte Vehlen nicht klappen, könnte die Stadt alternativ einen Waldkindergarten einrichten. Dafür hat sich der Ausschuss für Bürger und Bildung ausgesprochen.

 Aufs Tapet gebracht hatte die Regelkindergartengruppe Fachbereichsleiter Bernhard Watermann. „Für das kommende Kindergartenjahr haben wir aktuell ein Defizit von 18 Plätzen“, schilderte er. „Insbesondere im Ganztagsbereich.“ Eine Lösung soll zum 1. August her. Der Fachbereichsleiter: „Die Kirchengemeinde in Vehlen ist nach wie vor daran interessiert, ihre Einrichtung zu erweitern.“ Pastor Günter Fischer habe zugesagt, eine Betriebserlaubnis zu beantragen.

 Die Alternative: ein neu zu schaffender Waldkiga für maximal 15 Kids ab drei Jahren, die von zwei Erziehern betreut werden. Maren Witte, Leiterin der kommunalen Kita Kleistring, hält eine solche Einrichtung für eine „sinnvolle Ergänzung des Angebots“ in Obernkirchen; noch dazu eine, die schnell umzusetzen sei. „Neben einem Waldgrundstück braucht es eine Art Bauwagen, aber beheizbar und mit Toiletten versehen.“ Die Kosten würden zwischen 22000 und 25000 Euro liegen. „So günstig würde keine Kindergartengruppe werden“, betont die Leiterin.

 Darüber hinaus braucht der Waldkiga einen im Ort gelegenen und vormittags nutzbaren „Sturmraum“, bei dem sich die Jüngsten bei Schlechtwetter und Frost ab minus 15 Grad aufhalten können. Ein Waldkindergarten dürfe allerdings nur fünf bis sechs Stunden, keinesfalls ganztags betrieben werden. Die Stadt sei also auf eine ergänzende Tagespflege angewiesen. Das allerdings werde vermutlich auch der Fall sein, wenn sich die Stadt mit der Kirchengemeinde Vehlen einigen würde. „Weil Ruheräume fehlen, wird eine dortige Kindergartengruppe wohl nicht für den Ganztagesbetrieb zugelassen werden“, vermutet Witte. Sollte sich ein Waldkindergarten im kommenden Sommer nicht umsetzen lassen, sei es zumindest eine gute Idee, ihn „innerhalb der nächsten zwei Jahre“ zu realisieren.

 Als Grundstück für den Waldkiga kämen ein Areal am Freizeitzentrum in Krainhagen oder an der Liethhalle in Frage. Die Stadt hat das Gelände laut Kämmerer Andreas Jasper noch „bis 2025 in der Erbpacht“. Heinrich Struckmeier (CDU) bringt ein eigenes Waldgrundstück und als „Sturmraum“ das Feuerwehrgerätehaus in Röhrkasten ins Gespräch. Derweil winkt Heinz Bruns (SPD) bei der Liethhalle ab: „Angesichts der großen alten Bäume mit akuter Astbruchgefahr ist der Standort für einen Waldkindergarten derzeit zu gefährlich.“

 Aufseiten der Gruppe SPD/WIR spricht sich Vizefraktionschefin Kirsten Battaglia für eine neue Regelkindergartengruppe bei der Kirchengemeinde Vehlen aus: „Erste Priorität!“ Ein Waldkindergarten könne bei Bedarf später dazu kommen. Christina Louise Steinmann (Grüne) plädiert dagegen ebenso wie Andreas Hofmann (CDU) und Florian Burger-Freund vom Jugendring vorrangig zunächst für einen Waldkindergarten.

 Andere wie Stadtkoordinatorin Dörte Worm-Kressin und Witte mahnen, dass ein Gesamtkonzept, das die Zukunft des Ganztags in Obernkirchen in den Blick nimmt, noch immer fehlt.

 „Das Wichtigste ist, dass zum 1. August weiteres Betreuungspersonal da ist – egal wo wir die Kinder unterbringen“, so Krantz mit Blick auf die Kirchengemeinde Vehlen und den Waldkindergarten. tw

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