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Obernkirchen Stadt Enttäuscht wegen der „Raptors“
Schaumburg Obernkirchen Obernkirchen Stadt Enttäuscht wegen der „Raptors“
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00:23 08.11.2015
 Der Vorstand des MTV Obernkirchen alias Kurt Otto (von links), Michael Edler und Hans-Hermann Gimmel bedauert, dass etliche MTV-Judoka zu dem neu gegründeten Kampfsportverein „Obernkirchen Raptors“ wechseln. Quelle: wk
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Obernkirchen

„Wir wollen weiterhin Judo anbieten, aber nicht mehr wettkampfmäßig, sondern als Breitensport“, betont Kurt Otto, der Vorstandsvorsitzende des MTV. Deshalb suche man bereits nach einem neuen Judo-Trainer, wobei das Fortbestehen dieser Sparte letztlich allerdings davon abhängig sei, wie viele Judoka dem Klub die Treue halten und dieses Sportangebot nutzen möchten. Wie es weiter geht, wird somit erst entschieden, wenn die einmonatige Kündigungsfrist zum 31. Dezember 2015 abgelaufen ist und feststeht, wie viele der rund 100 Judoka (darunter zirka 80 Kinder und Jugendliche) bei der Stange geblieben sind.

Dass die Judo-Sparte bei entsprechendem Interesse indes nur noch als reines Breitensport-Angebot erhalten blieben soll, begründet Otto damit, dass mit der Teilnahme am Wettkampfbetrieb des Deutschen Judo-Bundes (DJB) zu hohe Kosten verbunden sind. So etwa wegen der erforderlichen Gürtel-Prüfungen, der Meldegebühren, der Reisekosten und der jährlichen Abgaben an den DJB, der ohnehin „einer der teuersten Verbände“ sei. Unterm Strich sei die 2006 von Quest ins Leben gerufene Judo-Sparte bislang nämlich eine der kostenintensivsten Sparten im MTV – vergleichbar der Handball-Abteilung, die aber viele Sponsoren habe, was beim Judo nicht der Fall sei. wk

„Fakt ist, dass wir sehr viel investiert haben und enttäuscht sind, dass man uns jetzt verlässt, nachdem wir die Aufbauhilfe geleistet haben“, kommentiert Otto die wegen der „Obernkirchen Raptors“ bereits verzeichneten respektive noch befürchteten Vereinsaustritte. Denn immerhin hätten die Judo-Sportler um Quest in all den Jahren „von der Substanz profitiert, indem sie im MTV eine ‚Mutter‘ hatten, die für die Rahmenbedingungen, Finanzen und Struktur sorgte“. Exemplarisch verweist Otto in diesem Kontext auf die Anschaffung der für das Training benötigten Judo-Matten, für die der Verein seinerzeit rund 10000 Euro („Das sind ja Werte“) bezahlt habe.

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