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Er teilt den Mantel mit dem Schwert

Martinsumzug in Obernkirchen Er teilt den Mantel mit dem Schwert

Zum 20. Mal hat ein Martinsumzug in der Bergstadt stattgefunden. Die Kolpingfamilie hatte seinerzeit die Veranstaltung ins Leben gerufen.

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Die Szene mit Ross und Reiter auf dem Kirchplatz zieht zahlreiche Schaulustige an.

Quelle: mm

Obernkirchen. Gemeinsam mit der katholischen Kirchengemeinde St. Marien Bückeburg und der der evangelischen Kirchengemeinde Obernkirchen St. Marien hat die Kolpingfamilie den Martinsumzug organisiert.

 Zum Auftakt sang Karin Sieg-Franke das Martinslied. Dabei wurde sie von der Flötengruppe aus ihrer Musikwerkstatt und Ludger Franke an der Gitarre begleitet. Pfarrer Bogdan Dabrowski begrüßte alle Kinder, die mit ihren Eltern und Großeltern auf dem Vorplatz der evangelischen Stiftskirche erschienen waren. Er betonte, „dass das Martinsfest ökumenisch, also von evangelischen und katholischen Christen gemeinsam“ gefeiert wird. Obwohl es den ganzen Nachmittag über geregnet hatte, fanden sich etwa 300 Bergstädter gegen 18 Uhr ein, um das Martinsspiel zu verfolgen.

 Seit mehr als zehn Jahren ist bereits Julia Duvendack aus Rinteln dabei. In der Rolle des St. Martin drehte sie mit dem 25-jährigen Schimmel „Coto“ auf dem Kirchplatz ihre Runden. Klaus Rosenberger spielte den Bettler. Im Hintergrund erzählt Dabrowski die Geschichte von dem römischen Soldaten, der um das Jahr 300 gelebt hat und an einem kalten Wintertag den Auftrag bekam, eine Botschaft in die nächste Stadt zu bringen.

 Der Soldat reitet auf einem Schimmel, und es schneit. Martin hat einen roten Mantel an. Am Stadttor sitzt ein Bettler, der kein Zuhause hat, im Schnee. Er friert, hat Hunger und ruft: „Helft mir!“ Nachdem schon viele Menschen vorbeigegangen sind, hält Martin sein Pferd an, teilt den roten Mantel mit seinem Schwert in zwei Teile und gibt eine Hälfte dem Bettler. Martin beschließt, nicht länger Soldat zu sein, legt sein Schwert und seinen Helm ab. Er will den Menschen Gutes tun und der Kirche dienen. Martin wurde später Bischof und hat vielen Menschen geholfen.

 Anschließend ging es mit den mitgebrachten Laternen in einem Rundgang zur katholischen Kirche St. Josef. Zur Stärkung wurden dort Stutenkerle, heiße Würstchen mit Brötchen und Getränke für Kinder und Erwachsene angeboten. Im Vorverkauf waren bereits Gutscheine für 125 Stutenkerle abgesetzt worden.

 Die Bäckerei Achter hat die Veranstaltung unterstützt. Begleitet wurde der Martinsumzug durch Fackelträger der freiwilligen Feuerwehr Obernkirchen-Stadt. Sie war mit zahlreichen ehrenamtlichen Helfern im Einsatz und sicherte den Kirchplatz und später den Umzug ab.

 Merke: Das Organisationsteam hatte in diesem Jahr den Umzug auf den Sonntag verlegt, weil es so einfacher sei, ehrenamtliche Helfer zu bekommen und so auch die Teilnahme berufstätiger Eltern besser ermöglicht wird. mm

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