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Erneut Randale am Freibad-Kiosk

Obernkirchen Erneut Randale am Freibad-Kiosk

Michael Bode kann es kaum fassen: „Nicht schon wieder“, stöhnt der Betreiber des Kiosks im Sonnenbrinkbad, als er die Bescherung sieht.

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Quelle: tw

Obernkirchen. Ein Sonnenschirm, der sonst in einem Ständer auf seiner Terrasse steht, steckt waagerecht im Fenster der Holzbude; deren Scheibe ist geborsten, Splitter liegen überall. Damit ist – im Wortsinn – „glasklar“: Erneut haben Unbekannte versucht, in den Kiosk einzudringen. „Die Tat muss sich zwischen 22 Uhr abends und 6 Uhr morgens ereignet haben“, überschlägt Bode. Einmal mehr hat er bei der Polizeistation Obernkirchen Strafanzeige gegen unbekannt gestellt. „Wir werden bei Streifenfahrten des Nachts verstärkt ein Auge auf das Sonnenbrinkbad haben“, verspricht Polizeihauptkommissar Matthias Auer auf Nachfrage der Redaktion.

Esist bereits das zweite Mal in diesem Jahr und das fünfte Mal überhaupt, dass die Holzbude im Sonnenbrinkbad Ziel von Einbruchdieben wird. Erst in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli und damit vor etwa drei Wochen hatte eine dreiköpfige Gang aus minderjährigen Jugendlichen dort einen Einbruch verübt, den Kiosk verwüstet, Spirituosen und Süßigkeiten gestohlen (wir berichteten).

Anders als im Juli, als der Schaden rund 2000 Euro betrug, hält er sich mit den Kosten für eine neue Fensterscheibe zwar diesmal in Grenzen; doch Scherereien hat Bode dennoch – und auf den Kosten bleibt er ohnehin sitzen. „Schon nach dem dritten Einbruch wollte mich keine Versicherung mehr haben“, sagt er.

Dass es der oder die Täter aktuell nicht ins Innere geschafft haben, liegt augenscheinlich an den schweren Stahlriegeln, mit denen der Betreiber die Holzbude inzwischen verrammelt hat. „Ich habe sie jetzt mit Schlössern gesichert, wie sie viele Menschen auch für ihre Caravans und Wohnwagen verwenden“, sagt Bode – und ergänzt: „Die sind so konstruiert, dass selbst ein Bolzenschneider nicht greift.“ Längst ist der Kaufmann dazu übergegangen, den Kiosk mehr und mehr zu einer Festung auszubauen. „Am Ende“, so Bode, „werde ich wohl nicht drum herum kommen, sämtliche Fensterscheiben durch Holzplatten zu ersetzen.“

Dabei gilt: Zu holen ist in der Holzbude für Einbruchdiebe ab jetzt nichts mehr. Bode nimmt die Tageseinnahmen und das Wechselgeld, aber auch die Spirituosen und Süßwaren ab 20 Uhr mit nach Hause.

Bleibt nachzutragen: Der Verkauf im Freibad-Kiosk geht normal weiter, in der Ferienzeit immer ab 9.30 Uhr. tw

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