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„Es ist gelungen“

Obernkirchen „Es ist gelungen“

„Es ist gelungen.“ Kein Satz fällt bei der Einweihung der Seniorenwohnanlage Beeker Mühle so häufig wie dieser. Geprägt hat ihn GmbH-Geschäftsführer Werner Hobein – und sowohl Jörg Farr als auch Oliver Schäfer greifen ihn auf.

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Quelle: tw

Obernkirchen. Außer Schaumburgs Landrat und Obernkirchens Bürgermeister sind es vor allem die Käufer, die sich zum Festakt am Neubau an der Eilsener Straße eingefunden haben; auch die nicken zustimmend. „Ja, es ist gelungen.“

Das gilt, daran lassen die mehr als 100 Gäste keinen Zweifel, sowohl für die von dem Bückeburger Architekten John Roper konzipierte Wohnanlage als auch für die Vermarktung der bereits allesamt veräußerten 29 Wohneinheiten (66 bis 100 Quadratmeter) sowie das Gros der Mietwohnungen. „Die kritischen Stimmen sind verstummt“, stellt Hobein zufrieden fest. Tatsächlich hatte sich in Obernkirchen in den zurückliegenden Jahren nicht jeder vorstellen können, dass das Stift in unmittelbarer Nachbarschaft etwas so Großes verträgt, ohne dabei – im Wortsinn – „ins Hintertreffen“ zu geraten.

„Es ist genau der richtige Platz für Wohnen im Alter“, hatte Roper dagegengehalten – und am Ende recht gehabt. „Wir haben mit der Stadt Obernkirchen und dem Landkreis Schaumburg zwei verständnisvolle Partner, die beide erklärt haben: Macht das mal, das macht Sinn“, lobt Hobein. 2012 war die Beeker Mühle GmbH mit dem Objekt in die heiße Planungsphase gegangen, 2013 war Baubeginn. Zwischen Weihnachten und Silvester desselben Jahres war bereits die Masse der Wohnungen in der Anlage verkauft, 2014 waren es fast alle – und 2015 gingen dann auch noch die zwei, drei verbliebenen weg.

Wenngleich: Die Käufer der Wohneinheiten sind derzeit zwar Besitzer, aber noch keine Eigentümer wie ein Notar dem Geschäftsführer etwas spitzfindig, aber juristisch korrekt versichert hat. „Das“, so Hobein, „liegt daran, dass die Wohnanlage derzeit noch nicht vollständig fertiggestellt ist.“ Er rechnet mit Restarbeiten, die sich noch etwa einen Monat hinziehen werden. Erst danach erfolge die Umschreibung. Gleichwohl ist Anfang Oktober bereits der eine oder andere „Eigentümer“ oder Mieter eingezogen. Landrat Farr etwa hat beobachtet, dass sich an der Beeker Mühle abends die eine oder andere Gardine bewegt und in den Zimmern das eine oder andere Licht brennt, wenn er mit seinem Auto vorbei fährt – und freut sich als alter Obernkirchener darüber.

„Ihre Entscheidung, hier zu investieren, ist klug und weitsichtig“, sagt Farr an die Käufer gewandt. Die GmbH wiederum trage mit dem Neubau dem Wunsch vieler Menschen Rechnung, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben zu können.

Was bei den Kaufentscheidungen fast immer eine wichtige Rolle gespielt hat: Wer in der neuen Seniorenwohnanlage auf seine alten Tage nicht mehr allein zurecht kommt, kann direkt in den angrenzenden Sonnenhof wechseln und muss Obernkirchen nicht mehr den Rücken kehren. „Dann“, sagt Hobein schmunzelnd, „holen wir sie nämlich einfach rüber.“

Bürgermeister Schäfer sieht das ähnlich und lobt die neue „ergänzende Wohnform“ ausdrücklich. „Auch das Stift“, erinnert Schäfer mit Blick auf das Baudenkmal hinter der Beeker Mühle, „ist zu seiner Zeit ein hochmodernes Wohnangebot an zentraler Stelle der Stadt gewesen“. Da passe das eine bestens zum anderen.

Für Architekt Roper und Bauleiter Roland Haumann hat Hobein jeweils Buchgeschenke. Eines davon, „Die Kunst der Bausünde“, überreicht der Geschäftsführer Haumann augenzwinkernd und spricht für beide zudem die Einladung zu einem „richtig guten Essen“ aus. Der Architekt revanchiert sich, indem er aus einem Maurerkübel die ersten zehn Goldfische im Mühlenteich zu Wasser lässt. Anschließend nehmen viele Gäste das Angebot der GmbH zu Führungen durch den Neubau wahr. tw

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