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Es kann gar nicht schnell genug gehen

Breitbandausbau in Obernkirchen Es kann gar nicht schnell genug gehen

Eine Erkenntnis, die der Siegeszug des Internets mit sich bringt, ist diese: Die Verbindung kann gar nicht schnell genug sein.

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Telekom-Vertriebsbeauftragter Alexander Kruppa zeigt ein mit bunten Leerrohren gefülltes, etwa armdickes Teilstück eines Kabelkanals, wie er jetzt in Obernkirchen verlegt wird.

Quelle: wk

Obernkirchen. Immer mehr Bereiche des täglichen Lebens greifen auf das weltweite Netzwerk zurück. All dies erfordert immer schnellere Internetverbindungen, damit die nicht selten großen Datenmengen verschickt werden können. Und ein Ende dieser technischen Entwicklung ist nicht in Sicht.

 Insofern dürfte es viele der im Stadtgebiet Obernkirchen beheimateten Internetnutzer freuen, das die Deutsche Telekom AG mit dem Ausbau von schnellen Internetanschlüssen im Telefon-Vorwahlbereich 05724 begonnen hat. Hierfür wird das Unternehmen in den kommenden Monaten mehr als zehn Kilometer Glasfaserkabel in der Bergstadt und den Ortsteilen Gelldorf, Vehlen, Röhrkasten und Krainhagen verlegen sowie an verschiedenen Straßen insgesamt 21 Multifunktionsgehäuse neu aufstellen und mit modernster Technik ausstatten. „Dadurch werden rund 4500 Haushalte bis zum vierten Quartal 2016 vectoring-fähig“, heißt es hierzu in einer Presseinformation der Telekom, in der auch erklärt wird, was sich hinter der Bezeichnung „vectoring-fähig“ verbirgt.

 Demnach ist Vectoring „ein Datenturbo auf dem VDSL-Netz“, bei dem sich das maximale Tempo beim Herunterladen (Download) von Daten aus dem Internet im Vergleich zu den bereits recht schnellen VDSL-Anschlüssen auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde verdoppelt.

 Der Ausbau erfolgt dabei in zwei Etappen, berichtete Jan Helms, der in dem Konzern im „Infrastrukturvertrieb Region Nord“ als Vertriebsbeauftragter tätig ist, anlässlich der offiziellen Vorstellung des Projektes. Zunächst werden die zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und den geplanten Standorten der Multifunktionsgehäuse verlegten alten Kupferkabel durch Glasfaserkabel ersetzt, was rund 70000 Euro pro Kilometer koste. Die dieser Tage bereits angelaufenen Tiefbauarbeiten sollen ungefähr im Mai 2016 beendet sein. Danach werden die 21 am Straßenrand platzierten neuen Multifunktionsgehäuse zu einer Art Mini-Verteilungsstellen ausgerüstet, in der die Datenpakete vom jeweiligen Glasfaserkabel auf die zu den einzelnen Hausanschlüssen führenden Kupferkabel weitergeleitet werden. Wobei übrigens jedes dieser Multifunktionsgehäuse (inklusive der darin eingebauten Technik) laut Helms mit rund 30000 Euro zu Buche schlägt. Spätestens im vierten Quartal dieses Jahres soll das gesamte Projekt dann abgeschlossen sein.

 Was den Datenverkehr auf den zwischen den neuen Multifunktionsgehäusen und den Hausanschlüssen verbleibenden alten Kupferleitungen betrifft, soll auch dieser durch die Vectoring-Technik schneller werden. Dabei gelte die Faustformel: Je näher der Kunde mit seinem Hausanschluss am Multifunktionsgehäuse liegt, desto schneller ist die Datenübertragung. Welche Haushalte konkret in den Genuss des „schnellen Internets“ kommen, ist bei der Telekom zu erfragen. Seitens der Stadt Obernkirchen begrüße man die Entscheidung der Telekom, das vorhandene Breitbandnetz in dieser Form auszubauen, ergänzte Wilhelm Mevert, stellvertretender Bürgermeister. Denn schnelle Internetverbindungen seien heutzutage ein wichtiger Standortvorteil – sowohl für private Nutzer als auch für gewerbliche. wk

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