Volltextsuche über das Angebot:

28 ° / 16 ° Regenschauer

Navigation:
„Es wächst und gedeiht“

Finanzausschuss Obernkirchen diskutiert Haushalt „Es wächst und gedeiht“

Wenn die Lage ernst ist und das Überleben in Frage steht, kommt das Apfelbäumchen zum Einsatz, das Optimisten pflanzen würden, um ihrer Zuversicht Ausdruck zu verleihen.

Voriger Artikel
Sulfat im Schlamm
Nächster Artikel
Gute Promi-Bilanz

Positive Entwicklung: Nicht zuletzt aufgrund harter Sparmaßnahmen konnte die Stadt ihre Haushaltsergebnisse in den vergangenen Jahren kontinuierlich verbessern. Auf dem Bild zu sehen sind Bürgermeister Oliver Schäfer (von rechts), Kämmerer Andreas Jasper und Wilhelm Mevert, der Vorsitzende des Finanzausschusses.

Quelle: wk

Obernkirchen. Der Symbolik eines solchen, irgendwann Früchte tragenden Obstgehölzes bediente sich Kämmerer Andreas Jasper, als er im Finanzausschuss der Bergstadt deren Etatplanung für 2016 vorstellte. Dabei hatte sein Apfelbäumchen nicht nur Optimismus als Nährboden, sondern tatsächlich eine gute Entwicklung des Stadtetats. Aber: „Man kann nicht heute Apfelbäume pflanzen und schon im nächsten Jahr Früchte ernten“, zitierte er den früheren ThyssenKrupp-Patriarchen Berthold Beitz.

 Im Jahr 2015 habe der Haushalt noch einen Verlust von 695.000 Euro ausgewiesen, erklärte Jasper. Für 2016 erwarte man nur noch ein Minus von 395.000 Euro, was gegenüber dem Vorjahr eine Verbesserung von 300.000 Euro bedeute. Zum Vergleich: 2014 hatte die Stadt noch ein Haushaltsminus in Höhe von 890.000 Euro und 2013 einen Fehlbetrag von 2,95 Millionen Euro.

 Was die Gewerbesteuer betrifft, rechnet die Verwaltung für 2016 mit Gewerbesteuereinnahmen zwischen 2,5 und 2,6 Millionen Euro. Hinzu kommt laut Jasper eine „erhebliche Gewerbesteuernachzahlung“ von 750.000 Euro zuzüglich Zinsen, was in der Addition zu einer Mehreinnahme in Höhe von rund einer Million Euro führt.

 Demgegenüber sind im aktuellen Haushaltsplan beispielsweise 845.000 Euro für Kreditaufnahmen für Investitionen und Kreditermächtigungen enthalten. Der Gesamtbetrag der Verpflichtungsermächtigungen hinsichtlich der Anschaffung eines neuen Einsatzfahrzeuges für die Ortsfeuerwehr Gelldorf und den Umbau der Dorfgemeinschaftsanlage Vehlen wird auf 697.000 Euro festgesetzt.

 „Es wächst und gedeiht“, kam Jasper auf sein Apfelbäumchen zurück. Zumal man dabei sei, diverse Verträge auf den Prüfstand zu stellen, um weiter zu sparen. Dies in der Hoffnung, mit dem Etat in den nächsten Jahren aus den roten Zahlen zu kommen.

 Der Etat 2016 stelle sich „sehr positiv“ dar, ergänzte Bürgermeister Oliver Schäfer. So habe man geschaut, bei welchen Posten man eine „Ko-Finanzierung“ erhalten könne. Überhaupt habe man sich in den vergangenen Jahren bemüht, Kredit- und Förderprogramme zu nutzen. Nicht zuletzt deshalb habe man bessere Ergebnisse erzielt als geplant.

 Mit Blick auf 2017 kündigte der Verwaltungschef an, dass die Stadt weiter an der Sparschraube drehen muss. Eingespart werden müsse im 2017er Haushalt eine Million Euro. Daher habe man die verantwortlichen Mitarbeiter bereits jetzt informiert, sodass diese Zeit haben, zu überlegen, wo und wie dieses Geld eingespart werden kann. „Eine ähnliche Situation hatte die Stadt schon 2006“, betonte Schäfer.

 Bevor abgestimmt werden sollte, schlug die SPD/WIR-Gruppe einige Änderungen vor, die diese bei ihrer Klausurtagung ausgearbeitet hatte. So regte sie an, das geplante Defizit (die 395.000 Euro minus) möglichst auszugleichen.

 Dazu schlug die SPD/WIR-Gruppe vor, die Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen auf 1,8 Millionen Euro zu begrenzen, was allein schon eine Einsparung von 225000 Euro bedeute.

 Ferner plädierte sie dafür, Förderprogramme für die Sanierung von Übergangswohnungen für Flüchtlinge einzuplanen. Denn deren dezentrale Unterbringung müsse Vorrang vor einer zentralen Unterbringung haben, so Thomas Mittmann, der Schriftführer der SPD/WIR-Gruppe. wk 

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

O’zapft is heißt es in der Stadthäger Festhalle wieder am Freitag und Sonnabend, 23. und 24. September. Dann dominieren die Farben Blau und Weiß in der Halle und fesche Frauen in farbenfrohen Dirndln tanzen auf den Tischen... mehr

Sind Schaumburgs Schulwege sicher? Der tragische Tod einer Siebenjährigen in Stadthagen hat diese Frage aufgeworfen. Die Schaumburger Nachrichten haben daraufhin mithilfe ihrer Leser zahlreiche Brennpunkte aufgespürt. mehr

Augenblicke: Bilder aus Schaumburg

Liebe Leserinnen und Leser, habe auch Sie einen Schnappschuss für uns? Wir freuen uns auf Ihr Bild. Wenn Sie mit einer Veröffentlichung einverstanden sind, schicken Sie es uns an sn@madsack.de