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Festschmaus für die Vierbeiner

Festschmaus für die Vierbeiner

Heiligabend ohne ein besonderes Festessen auf dem Tisch? Für viele traditionsbewusste Menschen ist dies undenkbar. In manchen Familien bekommen aber sogar die Hunde einen echten Festtagsbraten. Christina Louise Steinmann legt sich für ihre Vierbeiner mächtig ins Zeug.

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Üblicherweise füttert Christina Louise Steinmann ihre beiden Italienischen Windspiele „Lotte“ und „Lia“ mit normalem Hundefutter, aber an Heiligabend kommt stets ein Weihnachtsbraten in den Fressnapf.

Quelle: wk

Obernkirchen. „Ich finde es einfach schön, wenn man seinen Hunden zu Weihnachten etwas gönnt“, erklärt die 37-jährige Obernkirchenerin mit einem Lachen. Jedoch nicht, ohne anzumerken, dass sie mit dieser Haltung nicht allein in der Hundehalterszene dasteht. Und selbstverständlich ist ihr auch klar, dass Lotte (5) und Lia (8), ihre Italienischen Windspiele, kein Bewusstsein für den Feiertag haben.

Gleichwohl empfinden die beiden Hunde „eine Vorfreude“, wenn sie den Rinderhackbraten zubereitet, ist sich Steinmann sicher. Und wenn der aus feinsten Zutaten zusammengeknetete Fleischklops erst mal im Backofen ist, um dort zur Vollendung zu gelangen, dann würden Lotte und Lia so lange vor dem innen beleuchteten Backofen sitzen, bis der Braten fertig ist. Was wiederum für deren Frauchen lustig anzuschauen ist: „Das ist für die Hunde wie Fernsehen“, beschreibt sie die sich alljährlich bietende Szene.

Dürfen sich Lotte und Lia schließlich über das besondere Festmahl hermachen, bleibe kein Bissen über, weiß die promovierte Medienwissenschaftlerin. Denn dann lecken die beiden Hunde ihren Fressnapf derart gründlich aus, dass man darin „fast schon operieren“ könnte. „Und danach lecken sie sich noch eine halbe Stunde das Mäulchen.“

Für den „Hunde-Hackbraten“ verwendet Steinmann übrigens im Wesentlichen Bio-Produkte – also Bio-Rinderhackfleisch, Gemüse aus biologischem Anbau und Bio-Eier: „Alles nur vom Feinsten“, betont sie, wobei nicht zu überhören ist, dass es ihr auch um den Spaß geht, die Sache zur Perfektion zu treiben. Dass dieses Spezialgericht trotz Verzichts auf Gewürze schmeckt, hat sich die 37-Jährige, die selbst Vegetarierin ist, von Freunden bestätigen lassen: „Ich hab tatsächlich Leute probieren lassen. Und die meinten, es schmeckt super-lecker. Es fehlt halt nur die Würze.“

Wichtig ist Steinmann bei diesem Thema allerdings noch der Hinweis, dass sie ihre Hunde keineswegs vermenschlicht. Vielmehr halte sie diese artgerecht. An Heiligabend jedoch verfahre sie hinsichtlich deren Verköstigung nach dem Motto „Lieber Hunde beschenken statt Hunde verschenken.“

Letzteres ist auch als Appell gemeint, Kindern nicht gedankenlos Tiere zu Weihnachten zu schenken. Denn mit dem Kauf etwa eines Hundes gehe man auch die Verpflichtung ein, sich über viele Jahre lang um das Tier zu kümmern. Daher sollte man es sich sehr gut überlegen, ob und gegebenenfalls was für ein Haustier man sich anschafft. wk

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