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Obernkirchen Stadt Fettarmes Essen und „nur ganz wenig Wodka“
Schaumburg Obernkirchen Obernkirchen Stadt Fettarmes Essen und „nur ganz wenig Wodka“
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00:17 03.11.2013
Thomas Manns Sommerhaus auf dem „Schwiegermutterberg“ in Nidden – Ziel der Bergstädter bei der Rückfahrt von Pasvalys. Quelle: pr.
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Obernkirchen/Pasvalys

Nicht zuletzt auch für Sybille Schlusche, die als Repräsentantin des Museums für Bergbau- und Stadtgeschichte und für Dörte-Worm-Kressin, die als Stadtkoordinatorin und Chefin des Kulturfensters dabei war.

 Über die Eindrücke der Reise hat der Rathauschef das Stadtparlament bei dessen jüngstem Treffen in formiert. „Wir sind diesmal erstmals nicht geflogen, sondern mit dem Bulli bis Kiel gefahren; von dort haben wir die Fähre bis zur Hafenstadt Klaipeda genommen“, so Schäfer. Klaipeda war unter dem Namen Memel bis 1920 die nördlichste Stadt Deutschlands. Von dort ging es mit dem Bulli 250 Straßenkilometer in die Partnerstadt im Herzen Litauens, wo die Obernkirchener in den Abendstunden ankamen. Einhellige Meinung: Die Infrastruktur des 8500 Einwohner zählenden Städtchens hat sich seit dem letzten Besuch nochmals deutlich verbessert. „Sieht man sich an, wie das Stadtzentrum gestaltet wurde, dann kann man sich nur die Finger danach lecken“, schwärmt der Rathauschef. Und ergänzt: „Wir haben uns auch den Markt angeschaut.“ Natürlich, um davon für das kommende Barbarossafest in der Bergstadt zu lernen.

 Am nächsten Morgen trafen die Litauen-Fahrer während des einmal mehr im Stadtpark begangenen Stadtgeburtstages dann mit dem Bürgermeister von Pasvalys zusammen. Schäfer: „Dabei ist deutlich geworden, dass es im kommenden Jahr einen ,Barbarossa’-Stand in der Bergstadt geben wird, den die litauische Delegation mit Spezialitäten des Landes bestückt.“ Neben den Offiziellen sollen auch einige Privatleute sowie eine Jugendgruppe mit nach Obernkirchen kommen, von der diverse Vorführungen zu erwarten sind. Für sie alle werden derzeit bereits Quartiere vor Ort klar gemacht.

 Abschließend verbrachte die Reisegruppe noch einen Tag auf der Kurischen Nehrung – „auf eigene Kosten, wohlgemerkt“, wie der Bürgermeister betont. Dort besuchte die Gruppe das Thomas-Mann-Haus. Der Schriftsteller und Literatur-Nobelpreisträger war 1929 auf die Nehrung (genauer: nach Nida/Nidden) gekommen. In dieser „Sahara des Nordens“ ließ sich Mann ein Sommerhaus mit Blick auf Haff und Memeldelta bauen. Als Thomas-Mann-Haus öffnete das ehemalige Sommerhaus 1967 erstmals Besuchern die Türen.

 Schäfer im Stadtrat augenzwinkernd: „Wir haben während der ganzen Reise nur sehr wenig Bier und Wodka getrunken; das Meiste haben wir zur Verkostung mitgebracht.“ Dafür hätten die Teilnehmer bei den Freunden in Litauen noch nie so gesund – weil fettarm – gegessen... tw

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