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Filigrane Arbeit nach historischem Vorbild

Pavillon im Garten Brockmann Filigrane Arbeit nach historischem Vorbild

Es gibt Zeitungstermine, für die würde man sich strahlenden Sonnenschein wünschen. Zum Beispiel, wenn es in den Garten Brockmann in Obernkirchen geht – einen der schönsten historischen Bürgergärten der Region.

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Der Pavillon im Garten Brockmann erstrahlt in frischem Glanz. Über die Renovierung freuen sich Oliver Schäfer (von links), Burkhard Obst und Stefan Mogwitz.

Quelle: kk

OBERNKIRCHEN. Doch als es gestern beim Pressegespräch in Strömen regnete, hielt sich die Enttäuschung bei allen Beteiligten in Grenzen. Geplaudert wurde nämlich im Trockenen – in einem achteckigen hölzernen Gartenpavillon – mit tollem Blick auf die sommerliche Staudenpracht.

Im Mittelpunkt des Interesses stand nicht der Garten, sondern der Pavillon selbst. Die luftige Holzkonstruktion erstrahlt in frischem Glanz: Mit viel Liebe zum Detail hat der Pavillon einen neuen Anstrich erhalten. Dort war professionelle Malerarbeit gefragt, von der Farbwahl bis zur Ausführung hatte nämlich der Denkmalschutz mitzureden. So waren zeitweise zwei Experten am Werk, nur um zu verhindern, dass die frische Farbe in gedecktem Weiß und Dunkelgrün beim Streichen „Nasen“ bildete. Die Gestaltung orientierte sich ganz am historischen Vorbild.

Kein Wunder also, dass am Ende mehr als 50 Arbeitsstunden zusammenkamen – und die kosten natürlich. Ausgaben, die normalerweise das begrenzte Budget der Stadt Obernkirchen als Eigentümerin des Gartens überschreiten. So machte man sich auf die Suche nach einem Sponsoren: Fündig wurde Verwaltungsmitarbeiter Burkhard Obst bei der VGH-Stiftung, die die Kosten von 2800 Euro übernahm.

Besonderheit mit Herausforderung für die Stadt

Die Stiftung des Versicherungsunternehmens engagiert sich landesweit unter anderem für Projekte des Denkmalschutzes und der Museumspädagogik. Von der VGH war an diesem Vormittag Vertriebsleiter Stefan Mogwitz von der Regionaldirektion Hameln in den Garten Brockmann gekommen, um sich über den Einsatz der Mittel zu informieren. Er war voll des Lobes über die geleistete Arbeit – und auch über das Engagement so vieler ehrenamtlicher Mitarbeiter im Garten.

Bürgermeister Oliver Schäfer bedankte sich bei Mogwitz für die Unterstützung. Schäfer betonte, dass dieser Garten etwas ganz Besonderes sei, die Unterhaltung aber für die Stadt auch durchaus eine Herausforderung darstelle. Die Pflege „normaler Grünflächen“ müsse doch eher an wirtschaftlichen Gesichtspunkten ausgerichtet werden – daher sei man im Garten Brockmann auch für jede Unterstützung dankbar.

„Sie wissen jetzt ja, wie‘s geht“, erwiderte Mogwitz mit Blick auf die Antragstellung schmunzelnd. Zu tun gibt es nämlich im Garten noch Einiges. Burkhard Obsts Blick fiel sofort auf die Weinlaube und die hölzerne Gartenlaube, die mit dem Pavillon quasi die Ankerpunkte des historischen Ensembles bilden: Auch sie sind fast 15 Jahre nach der Generalsanierung des Gartens renovierungsbedürftig. kk

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