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Fitnessgeräte für La-Flèche-Park

Obernkirchen / Azubi-Aktion Fitnessgeräte für La-Flèche-Park

Lieber ins Abseits investieren – oder aber mitten ins Leben? Dieser Frage haben sich jetzt die Auszubildenden des E-Centers am Sülbecker Weg gestellt – und sich dabei allesamt ohne Wenn und Aber für das Leben entschieden.

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Freitagnachmittag im La-Flèche-Park: Die Bauarbeiten für das Rondell sind weit fortgeschritten. tw (2)

Quelle: tw

Obernkirchen. Soll heißen: Die Azubis um Marktleiterin Daniela Künneke geben das bei der jüngsten „U21-Woche“ (wir berichteten) eingenommene Geld nicht für das abseitige Kinderspielgelände am Bornemannplatz, sondern stattdessen für die Neugestaltung des zentralen La-Fleche-Parks. Einen Scheck, sage und schreibe 1886,26 Euro schwer, haben die Lehrlinge um Yvonne Schwientek nun Dörte Worm-Kressin in die Hand gedrückt. Klar, dass die Koordinatorin des Bündnisses für Familien vor Dankbarkeit strahlt.

 „Wir werden das Geld nutzen, um damit Bewegungsgeräte für den Park zu beschaffen, die dann von allen Generationen genutzt werden können“, freut sich Worm-Kressin. Zunächst allerdings muss der Ausschuss für Stadtentwicklung unter Regie von Manfred Eßmann (SPD) über das Begehren informiert werden und zustimmen; dann muss der Verwaltungsausschuss die Azubi-Spende annehmen – und erst dann können die Geräte bestellt werden. Ins Auge gefasst haben Worm-Kressin und der E-Center-Nachwuchs dabei Outdoorgeräte, wie sie die 1828 gegründete Firma Erlau AG mit Sitz im schwäbischen Aalen unter der Bezeichnung „VitaGym“ herstellt. Dabei handelt es sich um witterungsbeständige und wartungsfreie Geräte aus verzinktem und pulverbeschichtetem Stahlrohr. Es gibt sie als Oberkörper-, Bein-, Bauch-/Rücken-, Geh-, Taillen-, Arm- und Schultertrainer.

 Das Bündnis für Familien war 2006 als Zusammenschluss von Rathaus, Politikern und engagierten Bergstadt-Bürgern gegründet worden. Das Ziel der durch die Bank weg ehrenamtlichen Netzwerker: Familien in Obernkirchen ihr Leben Generationen übergreifend leichter machen. „Das wollen wir erreichen, indem wir uns dafür starkmachen, dass Familienleben und Berufsalltag durch attraktivere Betreuungsangebote besser miteinander vereinbar werden“, so die Koordinatorin; das Bündnis will alle entsprechenden Angebote zusammentragen und veröffentlichen. Auf die Klientel der Eltern zielen darüber hinaus Fachvorträge zur Kinder- und Jugendarbeit.

 Doch zurück zur Spende: „Den Auszubildenden ist es wichtig, dass mit dem Geld aus der U21-Woche nicht erst eines fernen Tages etwas bewegt wird – sondern jetzt“, betont Künneke. Auch deshalb habe sich ein Engagement der Azubis für den La-Fleche-Park angeboten. Erschwerend kommt hinzu, dass der zunächst favorisierte Bornemann-Spielplatz nach dem Umzug des Aldi-Marktes für Eltern und Kinder an Attraktivität verloren hat. „Es gab dort Vandalismus, auch ein Trampolin wurde zerstört“, erinnert die Marktleiterin. Noch dazu habe sich der Spielplatz zum Treffpunkt für eine Klientel entwickelt, die schon vom Alter her dort eigentlich nichts zu suchen hat.

 Zur Erinnerung: Bei der jüngsten U 21-Aktion am Sülbecker Weg hatten die fünf Auszubildenden des E-Centers sieben Tage lang gehandelt, als wäre es ihr eigener Markt – und sie die Chefs: Sie stellen in Eigenregie wechselnde Aktionsangebote zusammen und rollten zum Sektempfang beim VIP-Latenight-Shopping für ihre Kunden den Roten Teppich aus. Am Ende kamen so aus dem Erlös von Aktionsangeboten sowie einer Kartoffel- und Waldpilzpfanne die besagten 1886 Euro zusammen.

 Derweil laufen im La-Fleche- Park, Ziel der Geldspende, die Arbeiten am Wegesystem, vor allem aber am neuen Rondell, auf vollen Touren. Die Firma Fischer Garten- und Landschaftsbau mit Sitz in Lindhorst hatte bei der jüngsten Ausschreibung den Zuschlag erhalten. „Da wir für die Maßnahme EU-Mittel erhalten, muss das Rondell noch 2013 abgerechnet, sprich fertig werden“, so Bürgermeister Oliver Schäfer. Die Politiker der Bergstadt begreifen die Baumaßnahmen als – erste – Schritte hin zu einem Begegnungs- und Bewegungspark, der auch und gerade Senioren ansprechen soll.

 Im Investitionsplan der Stadt sind für das Gesamtpaket 40000 Euro reserviert; davon entfallen jeweils 20000 Euro auf das Rondell und 20000 Euro auf das Wegenetz. Die EU ist mit einem Zuschuss in Höhe von 8000 Euro im Boot.

 Das künftige Rondell selbst, Herzstück des „neuen“ La-Flèche-Parks, soll bis zu 30 Menschen Platz bieten. Im Entstehen begriffen ist derzeit ein kreisrunder gepflasterter Platz mit einem Durchmesser von sieben Metern; ferner eine dreistufige Tribüne aus Sandsteinsockeln mit hölzerner Sitzauflage. Eingefasst wird das Rondell von einer 90 Zentimeter hohen Sandsteinmauer.  tw

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