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Flexibilität geht flöten

Weniger Geld Flexibilität geht flöten

Aufgrund von weiteren Sparmaßnahmen der Stadtverwaltung muss der Jugendring Obernkirchen zukünftig mit weniger Geld auskommen. Darauf verständigte sich der städtische Ausschuss für Bildung und Bürgerangelegenheiten in seiner Sitzung.

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Obernkirchen (wk). So erhält der Verein zwar weiterhin ein jährliches Budget in Höhe von 18500 Euro (gefordert waren 22000 Euro) zur Finanzierung unterschiedlicher Aktivitäten und Projekte. Allerdings kann er nur noch über knapp die Hälfte dieser Summe – konkret über 9000 Euro – selbst verfügen. Und dies auch nur noch insoweit, als dass er mit diesem Geld seinerseits die Jugendarbeit – insbesondere Ferienlager und Freizeitfahrten – seiner mehr als 40 Mitgliedsvereine bezuschussen kann. Die übrigen 9500 Euro werden dagegen fortan von der Stadtjugendpflegerin Susanne Veentjer verwaltet, die darüber entscheidet, wofür dieses Geld ausgegeben wird.

 Eine Regelung, die beim Jugendring nicht gerade auf Gegenliebe stieß: „Da wird uns ja jegliche Flexibilität genommen“, kritisierte Wolfgang Breitner, der Kassenwart des Vereins. Wenn dies „der politische Wille“ sei, dann müsse man diese Entscheidung zwar so hinnehmen, aber glücklich sei man mit dieser Lösung nicht.

 Gekürzt hat die Stadt zudem den Zuschuss für die – derzeit vakante – Teilzeitstelle eines Jugendpflegers beim Jugendring Obernkirchen. Statt wie bisher etwa 26000 Euro jährlich pro Jahr für eine halbe Stelle lockerzumachen, stellt die Verwaltung jetzt nur noch einen Betrag in Höhe von 16000 Euro für eine drittel Stelle zur Verfügung. Mehr hat der Verein laut Kämmerer Andreas Jasper zuletzt übrigens auch nicht beantragt.

 Dies überrascht insofern, als dass es Ende vergangenen Jahres wegen der Weiterfinanzierung der halben Stelle noch zu einem heftigen Streit zwischen dem Jugendring und der Stadt Obernkirchen gekommen war: Sollte die Stadt Obernkirchen die besagte halbe Stelle nicht in gewohnter Höhe weiter finanzieren, könne der Verein die Jugendarbeit nicht mehr in der bisherigen Form fortführen, hatte Florian Burger-Freund, der ehrenamtliche Geschäftsführer des Jugendrings, damals gesagt. Außerdem hatte er angekündigt, sein Ehrenamt niederzulegen, sollte der langjährige Zuschuss tatsächlich gekürzt werden. Daraufhin hatte Bürgermeister Oliver Schäfer gefragt, ob dies denn als „Erpressung“ zu verstehen sei.

 Zu dem jetzigen Einwand von Breitner, dass dem Jugendring durch die zum Teil auf Veentjer übertragene Budgetverantwortung sowie die Zweckbindung hinsichtlich der allein vom Verein zu verwaltenden 9000 Euro „jegliche Flexibilität“ genommen werde, zeigte sich Schäfer durchaus kooperativ: Die Stadt habe noch 2000 Euro in der Hinterhand, die man gegebenenfalls beisteuern könne, wenn der Verein „in diesem Jahr der Findungsphase“ nicht mit den 18500 Euro hinkommen sollte.

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