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Flüchtlinge Thema beim Neujahrsempfang

Unterstützung vom lokalen Netzwerk Flüchtlinge Thema beim Neujahrsempfang

Jedes Jahr aufs Neue mache man sich über den „besonderen Gast“ für den Neujahrsempfang  intensiv Gedanken, verriet Herbert Schwiegk, Pastor der evangelischen St. Marien Kirchengemeinde, zum Auftakt des Empfangs im Gemeindezentrum Rote Schule. Dabei habe man sich diesmal für ein Thema entschieden, „das uns alle betrifft und über das täglich in den Nachrichten berichtet wird“: Flüchtlinge.

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Andreas Hofmann vom lokalen Netzwerk „Obernkirchen hilft“.

Quelle: wk

Obernkirchen.  Überdies ein Thema, zu dem in Bayern seitens der beiden CSU-Politiker Horst Seehofer und Markus Söder „jeden Tag eine neue Sau durch das Dorf getrieben“ werde.

 Um über die Flüchtlingshilfe in Obernkirchen zu informieren, hatte die Stiftskirchengemeinde allerdings nicht die beiden Bajuvaren eingeladen, sondern Andreas Hofmann vom lokalen Netzwerk „Obernkirchen hilft“. Derzeit sind laut Hofmann 123 Flüchtlinge in der Bergstadt untergebracht. Da dies für nur eine Sozialarbeiterin jedoch „sehr viele“ Personen seien, werde es seitens der Arbeitswohlfahrt des Sozialamtes sehr begrüßt, dass sich auch die mittlerweile 53 Mitglieder (davon 18 Lehrer) des Netzwerkes ehrenamtlich um die Asylsuchenden kümmern.

 „Wir wollen helfen, soweit wir das können“, erklärte Hofmann. So beispielsweise dadurch, dass Mitglieder den Flüchtlingen Deutschunterricht geben und sie diese bei Bedarf mit privaten Autos zu Behörden oder Ärzten fahren. Auch wolle man gerne so etwas wie eine „Patenschaft“ zu den Flüchtlingen aufbauen, um deren Integration zu fördern. Wozu übrigens auch die unter dem Motto „Café International“ gestellten Treffen dienen sollen, die jeweils am ersten Montagnachmittag im Monat im Obernkirchener Jugendzentrum ausgerichtet werden.

 Geplant– und als ein „Stück Qualität“ hinsichtlich des geleisteten Engagements zu sehen – ist laut Hofmann, dass die Mitglieder des Netzwerkes demnächst eine Verschwiegenheitserklärung unterzeichnen sollen, da sie im Kontakt mit den Flüchtlingen auch „vertrauliche Dinge“ erfahren. Außerdem wolle man sich von allen Helfern so genannte „erweiterte polizeiliche Führungszeugnisse“ vorlegen lassen, da man ja auch mit Kindern zu tun habe.

 Zur Unterbringung der Flüchtlinge merkte Hofmann noch an, dass der Stadt Obernkirchen hierfür ausreichend Wohnungen angeboten werden, sodass „in naher Zukunft“ nicht auf Turnhallen als Massenunterkünfte zurückgegriffen werden müsse.

 Nach diesem Exkurs gab Schwiegk den rund 50 am Neujahrsempfang teilnehmenden Gemeindemitgliedern einen Ausblick hinsichtlich des angelaufenen, neuen Jahres: Bereits festgezurrt ist demnach, dass der im Gemeindezentrum beheimatete evangelische Kindergarten nebst U3-Betreuung bis spätestens zum Ende der Sommerferien um eine Kinderkrippe erweitert wird. Damit einher gehen bauliche Veränderungen im ersten Obergeschoss der Roten Schule. Dort soll unter anderem ein separater Ruheraum geschaffen werden. Die bislang in der ersten Etage zu findende Gemeindebücherei werde daher ins Erdgeschoss verlagert.

 Gegen eine Spende abzugeben ist indes der vor der Stiftskirche platzierte alte und nicht mehr fahrbereite, blaue Bauwagen, der durch ein neues Modell ersetzt wird. Die „Evangelische Jugend“ der Kirchengemeinde habe von der Landeskirche Hannover die Zusage über eine Förderung in Höhe von 10 000 Euro für den Kauf eines neuen Bauwagens erhalten, berichtete Schwiegk. Finanziert werde die Anschaffung durch das Projekt „Missionarische Chancen“ des Landesbischofs Ralf Meister. Die Jugendgruppe bekomme so die Möglichkeit, „neue Formen von Kirche auszuprobieren, indem sie mit ihrem Kirchenmobil wirklich mobil werden und verrückte Projekte durchführen“ könne. wk

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