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Flüchtlingszahl konstant – Arbeit bleibt

Ratsausschuss Flüchtlingszahl konstant – Arbeit bleibt

Die Zahl der Flüchtlinge sei seit einiger Zeit konstant, sagte Dörte Worm-Kressin während einer Sitzung des Obernkirchener Ratsausschusses für Bürger und Bildung. „Größere Zuzüge“ seien aktuell nicht zu erwarten.

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Im Obernkirchener „Café International“ findet sich immer jemand für die Kinder zum Spielen.

Quelle: mig

Obernkirchen. Keine Frage, wenn Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen zusammenleben, ist das nicht immer einfach. Mal gibt es Probleme, weil die Heizung zu sehr aufgedreht wird, dann schreien die Kinder zu laut. Oder die Bewohner nehmen Elektrogeräte vom Sperrmüll mit, die – weil kaputt – eine Gefahrenquelle darstellen. „Wir müssen immer wieder erklären, was geht und was nicht“, sagt Worm-Kressin, die die Asylantragssteller für die Stadt betreut. Man versuche, den Menschen den deutschen Alltag nahezubringen, müsse aber auch Verständnis dafür aufbringen, „dass nicht jeder alles gleich draufhat“. Zur Erinnerung: Erste Klagen hatte es schon im Januar gegeben, als Teilnehmer eines Treffens des Netzwerks „Obernkirchen hilft“ einen verschwenderischen Umgang mit Heizenergie kritisiert hatten.

Für den Alltag sensibilisieren

Im Blick hat die Stadt auch die Wasserschäden, die derzeit in manchen Übergangswohnungen der Flüchtlinge auftreten. Als Grund führte Worm-Kressin „selbstständige Tätigkeiten“ und „die alte Substanz der Häuser“ an. Manches Haus sei längere Zeit gar nicht oder nicht in diesem Ausmaß und so intensiv genutzt worden. „Das kann für die Gebäude eine außergewöhnliche Belastung darstellen.“ Das müsse man den Bewohnern der 56 Wohnungen immer wieder kommunizieren und sie für den Alltag in Deutschland sensibilisieren. „Wir müssen ihnen das immer wieder erklären.“ Dabei sei es wichtig, die Menschen mitzunehmen und eng mit ihnen zusammenzuarbeiten.

„Gemütlich kann man das wirklich nicht nennen“

Und was wünschen sich die Flüchtlinge für ihre Zukunft? Viele Flüchtlinge würden wohl am liebsten in Obernkirchen bleiben, sagt Worm-Kressin. „Sie fühlen sich hier wohl und sicher und lernen nach und nach alles kennen“, weiß die Stadtkoordinatorin. Dabei sei ein anderer Punkt – die Anmietung einer „eigenen“ Wohnung – für die Migranten noch wichtiger. Ein Grund dafür dürfte sein, dass die Übergangswohnungen „nur sehr spartanisch“ ausgestattet seien, wie die Stadtkoordinatorin einräumt. „Gemütlich kann man das wirklich nicht nennen.“ Nebenbei: Von den 56 Wohnungen, in denen die 171 Flüchtlinge leben, sind lediglich vier selbst angemietet. Ansonsten ist der Landkreis zuständig. Obernkirchen tritt dabei nur als Vermittler auf.

Großer Dank an ehrenamtliche Helfer

Die „Unterbringung“ sei gesichert. Jetzt müssten die Flüchtlinge zur „Selbstständigkeit angehalten werden“, fordert Bürgermeister Oliver Schäfer. Eine „Situation der Unselbstständigkeit“ sei zu verhindern. „Wir müssen jetzt Sprachkenntnisse weitergeben, die ja die Grundlage für alles weitere bilden.“ Hier sieht Schäfer Obernkirchen auf einem guten Weg: „Bei uns wirken viele Kräfte zusammen, um das gemeinsame Ziel zu erreichen.“ Worm-Kressin bedankte sich ebenfalls bei allen ehrenamtlichen Helfern, insbesondere denen, die sich beim „Café International“ und den zwei Deutschkursen engagieren. „Ich freue mich, wenn ich mich mit den Flüchtlingen immer öfter auf Deutsch unterhalten kann.“ mig

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