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Petershagen/Obernkirchen / Busunfall

Frau schwer verletzt


Noch eine halbe Stunde, dann wäre die Klassenfahrt zu Ende gewesen. Doch kurz vor dem Ziel verunglückte der Schulbus auf der B61 nahe Eldagsen in Ostwestfalen. Dabei wurde gestern Nachmittag die weibliche Begleitperson einer Schülergruppe aus Obernkirchen schwer verletzt. Nach Angaben eines Sprechers der Polizei in Minden verlief der Verkehrsunfall dennoch vergleichsweise glimpflich. Die Schüler kamen – bis auf einige Leichtverletzte – mit dem Schrecken davon.
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Nachdem alle Verletzten den Reisebus verlassen haben, bereitet die Feuerwehr das Abpumpen von Kraftstoff vor.

© tol

Petershagen/Obernkirchen (r).  Der Reisebus war mit Schülern einer neunten Klasse des Schulzentrums Obernkirchen auf dem Rückweg von einer Klassenfahrt nach Bremen. Laut Mitteilung der Polizei kam das Fahrzeug aus ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab, fuhr durch einen Graben und eine Böschung und landete auf einer Parallelstraße.

 Der Bus legte dabei einige bis zu zehn Meter hohe Bäume um, wie Polizeisprecher Ralf Steinmeyer sagte. „Wir können von großem Glück sprechen“, meinte er. „Wenn der Bus umgekippt wäre, würde es hier noch ganz anders aussehen.“ Der Bus blieb nach dem Unfall auf den Reifen stehen.

 Durch die Kollision mit den Bäumen wurde die Frontscheibe des Busses beschädigt. Dabei wurde die weibliche Begleitperson auf dem Beifahrersitz im Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Sie wurde per Hubschrauber in eine hannoversche Klinik geflogen. Von den insgesamt 26 Neuntklässlern aus dem Landkreis Schaumburg wurden nach ersten Angaben vier leicht verletzt. Der 59-jährige Fahrer des Busses zog sich ebenfalls leicht Verletzungen zu.

 Alle Schüler wurden zunächst ins Feuerwehrgerätehaus Eldagsen gebracht, dort medizinisch untersucht und versorgt und später mit einem anderen Bus aus Bückeburg nach Hause gebracht. Einige Schüler wurden direkt von ihren Eltern abgeholt.

 Wie die Polizei berichtet, waren zwischenzeitlich rund 50 Rettungs- und Feuerwehrfahrzeuge sowie 80 Feuerwehrleute und sechs Notärzte im Einsatz. Dazu waren insgesamt drei Rettungshubschrauber in Bewegung gesetzt worden, zwei davon wurden aber nicht gebraucht. Außerdem standen Notfallseelsorger zur Betreuung bereit.

 Die Ursache für das Unglück war zunächst unklar. Fest stehe nur, dass der Fahrer keinen Alkohol getrunken habe. Er sei bereits seit vielen Jahren bei dem betroffenen Busunternehmen aus Bückeburg beschäftigt. Der Reisebus sei sechs Jahre alt und damit „relativ neu“, sagte Steinmeyer.

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