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Fünf potenzielle Käufer für Sandsteinbrüche

Interessenten sollen sich bis Ende der Woche entscheiden Fünf potenzielle Käufer für Sandsteinbrüche

Die Suche läuft: Fünf potenzielle Käufer haben sich ein Bild von den Obernkirchener Sandsteinbrüchen gemacht.

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Landkreis. Jetzt haben sie laut Insolvenzverwalter Sascha Bibiha bis Ende der Woche Zeit, ihre Kaufbereitschaft zu bestätigen – oder ihren Hut aus dem Ring zu nehmen.

Das könnte passieren, weil – Natur der Sache – die Preisvorstellungen von Käufer und Verkäufer auseinandergehen. „Aber nicht unüberbrückbar auseinandergehen“, sagt Bibiha. Über konkrete Zahlen sei mit den Interessenten ebenso Stillschweigen vereinbart worden wie über deren Identität.

Dem Mindener Rechtsanwalt Höltershinken zufolge handelt es sich um Mitbewerber der Sandsteinbrüche aus Deutschland. Diese würden das Obernkirchener Unternehmen wenn, dann komplett übernehmen. Damit wären die 34 auf dem Spiel stehenden Arbeitsplätze gerettet.

„Keine Privatleute, keine Investoren“, erklärt Jurist Bibiha. „Da legen wir auch Wert drauf.“ Selbstredend hätten das letzte Wort die Gläubiger, und es habe durchaus Interessenbekundungen von Käufern gegeben, die zum Beispiel nur die Steinbrüche selbst haben wollten. „Die haben sich aber nicht wieder gemeldet“, sagt Bibiha. Der Rechtsanwalt hofft auf eine Kaufabwicklung bereits im kommenden Monat.

Auch mit Vertretern der Kreisverwaltung hat der Insolvenzanwalt gesprochen. Einen Teil des Geländes pachten die Obernkirchener Sandsteinbrüche vom Kreis, der auch die Abbaugenehmigung erteilt. „Außerdem ist uns natürlich daran gelegen, dass die Arbeitsplätze erhalten werden“, erklärt Sprecher Klaus Heimann den Kontakt zwischen Kreis und Insolvenzverwalter.

Ende November war die finanzielle Schieflage der Obernkirchener Sandsteinbrüche bekannt geworden. Die Geschäftsführung hatte den Schlingerkurs mit „Umsatzrückgängen und der Kostenproblematik“ erklärt.

Die Steinbrüche sind vielen wegen der 2007 dort entdeckten Saurierspuren bekannt. Obernkirchener Sandstein wurde unter anderem im Mindener Dom, im Bremer Rathaus, im Weißen Haus in Washington und im Katharinenpalast in Sankt Petersburg verbaut.

jcp

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