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Obernkirchen Stadt Für den gehobenen Anspruch
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00:16 21.05.2016
Jeden seiner Comics hat Sammler Thomas Krull (links) in einer Liste notiert. Bei seinem Besuch im „Comic Keller“ von Michael Swoboda sind denn auch fehlende Titel für Krull ein Thema. Quelle: wk
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Obernkirchen

Insbesondere Hefte und Bücher für den gehobenen Anspruch, von denen er Tausende vorrätig hat. Und um an diese Titel zu gelangen, kommen Sammler aus ganz Schaumburg und zum Teil weit darüber hinaus zu Sowbodas „Comic Keller“ in Obernkirchen: „Die Masse an Neuerscheinungen kann man als Händler kaum bewältigen“, berichtet Swoboda.

Allein im Bereich der sogenannten Manga-Comics kommen in Deutschland pro Monat ungefähr 70 bis 80 neue Titel auf den Markt. Über alle Comic-Genres hinweg betrachtet liege die Anzahl der jährlichen Neuerscheinungen hierzulande sogar bei mehreren Tausend Titeln – darunter bisweilen auch alte Titel, die als Sonderausgaben neu aufgelegt werden.

Was macht die Kunden glücklich?

Ferner gebe es mehrere Hundert Seiten starke „Graphic Novels“, in denen Weltliteratur auf anspruchsvolle Weise als Comic adaptiert wird – so etwa die Biografie des deutschen Schriftstellers Franz Kafka oder der aus dem 17. Jahrhundert stammende, spanische Roman „Don Quijote“.

Dies zu überblicken und dabei richtig einzuschätzen, was für seine Kunden interessant ist, ist das, was Swoboda immer wieder aufs Neue gelingen muss, um seine Kunden glücklich zu machen. Wobei er ausnahmsweise einmal nicht vorrätige Titel auf Wunsch freilich auch bestellen kann. Doch für beide Seiten schöner ist es natürlich, wenn die Kunden auf Anhieb in seinem Laden fündig werden und sie ihren Lesestoff somit gleich mit nach Hause nehmen können.

Der Rintelner Detlev Mohrmann beispielsweise hat ein großes Faible für Comic-Serien aus dem Splitter-Verlag: „Das ist mit das Beste, was derzeit auf dem Markt zu bekommen ist“, erklärt der 53-Jährige. Allein schon die Aufmachung der üblicherweise mit Hardcover-Einband herausgegebenen Bücher sei absolut edel. Und entsprechend gut erzählt seien auch die jeweiligen Geschichten – sowohl vom Text als auch von den Zeichnungen her. Egal, ob es sich dabei um Fantasy-, Science-Fiction-, Action-, Krimi- oder etwa Western-Comics handele.

Im Grunde lese er zwar „alle Comics kurz und klein“, ein spezielles Interesse habe er jedoch für die ursprünglich aus Japan stammenden, inzwischen aber auch hierzulande populären Manga-Comics, verrät Mohrmann. Exemplarisch verweist er in diesem Kontext auf Titel respektive Serien wie „One Piece“, „Fairy Tail“, „Gundam“ oder „Sailor Moon“ – was seines Erachtens eigentlich jeder kennt. Und obwohl er nicht nur seine zu diesem Genre gehörenden, mehrere Hundert Comics im Laufe der Jahre bereits zigmal gelesen hat, nimmt er die Hefte und Bücher immer wieder zur Hand, um sie erneut zu lesen. Auch weil er dabei oftmals Details in den aufwendig gemachten Zeichnungen entdeckt, die er zuvor noch nicht wahrgenommen hatte, die aber für die jeweilige Geschichte durchaus von Bedeutung sind.

Mangas liest man vonhinten nach vorn

Eine Besonderheit von Manga-Comics aus etwa der die Abenteuer eines jungen Piraten erzählenden „One Piece“- Reihe ist laut Mohrmann übrigens, dass diese Publikationen – gemäß japanischer Schreib- und Lesart – von rechts nach links gelesen werden. Ergo fange man diese Comics – aus Sicht eines deutschen Lesers – quasi hinten an, um sich beim Lesen bis nach vorne durchzuarbeiten. Nur so ist zu erfahren, wie die entsprechende Geschichte ausgeht. wk

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