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Für die Umwelt sensibilisieren

Grundschule will Zertifikat Für die Umwelt sensibilisieren

Einmal hat es schon geklappt mit der Zertifizierung als „Umweltschule in Europa“, nachdem die Grundschule am Kammweg in Obernkirchen mit ihren Schülern zwei Jahre lang darauf hingearbeitet hatte. Unterschiedliche, dem Umweltschutz dienende Projekte, die sich konkret der Verbesserung der „Biologischen Vielfalt in der Schulumgebung“ und dem „Recycling von Abfällen“ widmeten, standen dazu auf dem Programm.

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Die eigenen Finger unter dem Stereomikroskop zu betrachten, das ist für Kinder ein Aha-Erlebnis.  

Quelle: wk

OBERNKIRCHEN. Und im Dezember 2016 konnte dann als sichtbares Zeichen die von der „Internationalen Stiftung für Umwelterziehung“ für die Dauer von zwei Jahren verliehene Auszeichnung, eine grüne Fahne, auf dem Schulhof gehisst werden, die von dem neuen Titel kündet (wir berichteten).

Damit hätte es man es durchaus bewenden lassen können, doch sich auf diesem Erfolg auszuruhen, kommt für die Grundschule nicht infrage. Vielmehr gilt die Devise „Nach der Zertifizierung ist vor der Zertifizierung“. Daher ist dort inzwischen bereits die zweite zweijährige Bewerbungsphase angelaufen – jetzt mit dem Ziel, Ende 2019 erneut zur „Umweltschule“ gekürt zu werden.

Experimente mit Solarmodulen

Themenfelder, die die Schüler mit Blick darauf beackern werden, betreffen zum einen die Biodiversität des Schulhofes, auf dem etwa eine Kräuterspirale angelegt werden soll, zum anderen rücken in Theorie und Praxis erneuerbare Energien in den Fokus. „So ist etwa geplant, dass die Jungen und Mädchen Experimente mit kleinen, Strom erzeugenden Solarmodulen durchführen“, verrät Grundschullehrerin Prisca Rüßau. Exemplarisch verweist sie dabei auf Baukästen mit Photovoltaikmodulen, mit denen man Spielzeugautos, die mit Elektromotoren ausgestattet sind, mit Solarstrom versorgen kann. „Wir wollen die Kinder und ihre Eltern für den Umweltschutz sensibilisieren“, so Rüßau. Zumal die Beschäftigung mit dieser Materie respektive praktizierter Umweltschutz ja auch Spaß mache.

„Malen mit Naturmaterialien“

Um dies zu bekräftigen hat die Grundschule in Anlehnung an die neu angelaufene Bewerbungsphase nun ein großes Schulfest ausgerichtet, das unter dem Motto „umweltfreundliche Schule“ stand. Dazu hatten die einzelnen Schulklassen mithilfe ihrer Klassenlehrer und einiger Eltern auf dem Schulgelände diverse Aktionsstände aufgebaut. Die Bandbreite reichte vom „Basteln mit Müll“ und dem „Malen mit Naturmaterialien“ über Wettspiele zur Mülltrennung und dem Spielen eines „Umwelt-Memorys“ bis hin zum Pressen von frischem Saft aus Äpfeln, die zuvor im Schulgarten geerntet oder von Eltern gespendet worden waren.

Ferner konnten die Kinder kleine Dinge wie etwa die trockenen Hüllen von Libellenlarven oder Pflanzensamen mittels zweier Stereomikroskope in starker Vergrößerung betrachten. Daneben hatte der Kneipp-Verein Obernkirchen einen barfuß zu begehenden „Fühl-Pfad“ angelegt, während sich die Schüler am Stand der Klosterrevierförsterei Obernkirchen im Tannenzapfenweitwurf messen durften.

Dem Umweltschutzgedanken war es im Übrigen geschuldet, dass in der von Eltern in Eigenregie organisierten Cafeteria weder Pappbecher noch Plastikteller und -besteck ausgegeben wurden: „Jeder bringt für seinen Verzehr wiederverwertbare Kuchenteller, Besteck und Trinkbecher mit“, erklärte Rüßau, denn: „Als Vorbild für die Kinder möchten wir auf Einweggeschirr jeglicher Art verzichten und eine alternative Idee für Feste aufzeigen.“ Bei Klassenfesten praktiziere man dies schon länger so, und jetzt habe man diese Regelung erstmalig auch bei einem Schulfest eingeführt.

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