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Funkstille und ein „ganz großes Lob“

Lehrermangel an Grundschule Funkstille und ein „ganz großes Lob“

Ein massiver Lehrermangel und dessen Auswirkungen auf den Schulbetrieb haben zu Beginn des Schuljahres für große Verärgerung innerhalb der Elternschaft der die Obernkirchener Grundschule besuchenden Kinder gesorgt. Inzwischen hat sich die personelle Situation jedoch etwas gebessert.

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Schäfchen suchen Hüter: Mit ihrem Lehrermangel stellt die Grundschule keine Ausnahme in Niedersachsen dar.

Quelle: wk

Obernkirchen. „Unmut ist da noch harmlos ausgedrückt“, hatte ein Elternteil die Stimmungslage kommentiert. Nach Arnulf Buch, Rektor der Schule, sei aber Licht am Ende des Tunnels zu sehen.

Aber der Reihe nach. Bereits im Frühjahr 2016 habe er die Niedersächsische Landesschulbehörde darüber informiert, dass sich das Kollegium zum Schuljahreswechsel im Sommer dieses Jahres um vier in Teilzeit beschäftigte Lehrkräfte verringern werde, da drei in den Ruhestand wechseln würden und eine ihre Arbeitszeit reduzieren würde, sagt Buch. In Summe sei es dabei um knapp zweieinhalb Planstellen gegangen. „Es tat sich aber nichts. Funkstille.“ Daraufhin habe er die Stundenpläne für das im August 2016 angelaufene Schuljahr so geplant, dass die Unterrichtsversorgung auch ohne Zuweisung neuer Lehrer in etwa so wie zuvor gewährleistet gewesen sei.

Zwei Vollzeitkräfte ausgefallen

Dann jedoch seien bei Schuljahresbeginn zwei Vollzeit-Lehrkräfte krankheitsbedingt für längere Zeit ausgefallen, was in personeller Hinsicht ein „Loch“ gerissen habe, das mit den verbliebenen Lehrern der Grundschule „nicht gestopft“ werden konnte. Und diesen zusätzlichen Lehrermangel habe man auch nicht mit Vertretungslehrern auffangen können, weil der Markt praktisch „leer gefegt“ (gewesen) sei.

In diesem Kontext merkt Buch an, dass – bezogen auf das Schuljahr 2016/2017 – niedersachsenweit rund 40 Prozent aller Lehrerstellen im Grundschulbereich mangels Bewerber nicht besetzt werden konnten. Gründe dafür seien die im Vergleich zu den umliegenden Bundesländern schlechtere Bezahlung respektive die vom Land Niedersachsen gebotenen schlechteren Konditionen. In Bayern beispielsweise werde Grundschullehrern um die 20 Prozent mehr Gehalt gezahlt. Hinzu komme, dass Grundschulen im ländlichen Raum – und dazu zähle auch eine Kleinstadt wie Obernkirchen – heutzutage für viele Bewerber als Arbeitsort unattraktiv seien.

Mehr Planstellen im zweiten Halbjahr

Gleichwohl kann Buch Positives berichten: So habe die Landesschulbehörde der Obernkirchener Grundschule bereits im ersten Halbjahr des laufenden Schuljahres 2016/2017 zwei Vertretungslehrer (in Summe rund eineinhalb Planstellen) geschickt. Zusätzlich habe die Behörde der Schule zum Beginn des bevorstehenden zweiten Halbjahres „knapp zwei“ Planstellen zugewiesen, die mit einer aus der Elternzeit zurückkehrenden Grundschullehrerin und einer neu eingestellten Lehrkraft besetzt werden. Zudem seien die beiden bereits seit einigen Monaten erkrankten Lehrer ab Anfang 2017 im Rahmen deren beruflicher Wiedereingliederung wieder mit an Bord, wobei deren allmählicher Wiedereinstieg in den Schulalltag mehrere Monate dauern werde.

Unterm Strich werde sich die Lage dann zumindest „ein bisschen besser“ als noch zu Beginn des Schuljahres 2016/2017 darstellen, so Buch. Er betonte jedoch, dass sich die Landesschulbehörde seitdem „wirklich Mühe gegeben“ habe, „den Status quo wiederherzustellen“. Ein „großes Lob“ adressiert er überdies an das gesamte Kollegium sowie die anderen an der Grundschule Obernkirchen beschäftigten Personen. Diese hätten sich in den vergangenen Monaten allesamt „über ihre Kräfte hinaus“ (Stichwort: Überstunden) engagiert, um den Schulbetrieb aufrechtzuerhalten und die schwierige Situation zu entspannen. mw

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