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Gelldorf: Pattweg beleuchtet

Wohin mit dem Boden? Gelldorf: Pattweg beleuchtet

Stünde auf halber Wegstrecke nicht eine Straßenlaterne, würde man kaum annehmen, dass der hinter den nördlich der Bundesstraße 65 gelegenen Häusern an der Feldkante entlangführende, schmale Trampelpfad irgendeine Bedeutung hätte.

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Bis auf einen schmalen Trampelpfad ist von dem ein bis eineinhalb Meter breiten, geschotterten Fußweg nichts übrig geblieben. Nach dem Willen der Ortsrates muss der alte Zustand wieder hergestellt werden.

Quelle: wk

Gelldorf. So aber scheint dieser – die Grundstraße und den Hartmannsweg verbindende und von dort weiter zur Straße Im Altfeld führende – Pfad doch eine gewichtigere Funktion zu haben. Andernfalls hätte die Stadt Obernkirchen seinerzeit bestimmt kein Geld in die Hand genommen, um diesen unscheinbaren „Pattweg“ bei Dunkelheit zu beleuchten.

Tatsächlich war der Trampelpfad mal ein ansehnlicher, wenn auch naturnah gestalteter Fußweg, der es insbesondere Schulkindern ermöglichen sollte, abseits des direkt neben der viel befahrenen Bundesstraße verlaufenden Bürgersteiges von der Grundstraße zur Straße Im Altfeld zu gelangen – und umgekehrt, berichtet Ortsbürgermeister Andreas Hofmann. Mit den Jahren sei dieser geschotterte Fußweg dann jedoch von den Seiten her mit Gras und Kräutern zugewuchert, sodass mittlerweile nicht mehr als eben dieser Trampelpfad übrig geblieben sei.

Schon häufiger habe man seitens des Gelldorfer Ortsrates daher einen Vorstoß unternommen, um die Stadt Obernkirchen dazu zu bewegen, diesen Fußweg wieder ordentlich herzurichten, wobei man daraus freilich „keine Gartenanlage“ machen müsse, ergänzte Hofmann.

Das Problem sei, dass viele solcher naturnah angelegten Wege inzwischen so aussehen – sich also durch das regelmäßige Mähen des Bewuchses und das Liegenlassen des Schnittgutes mit der Zeit zu einer Art Hohlweg entwickelt haben, sagt Christiane Matthaei, Mitarbeiterin des Umweltamtes der Stadt. Um den früheren Zustand wiederherzustellen, müsste man daher das überschüssige Bodenmaterial mit schwerem Gerät auf rund 250 Meter Länge und bis zu eineinhalb Meter Breite sowie im Mittel ungefähr 30 Zentimeter Höhe abschieben, um den Fußweg zu planieren.

Das dabei anfallende Material müsste man danach ordnungsgemäß entsorgen. Den Mix aus Grünzeug und Erde einfach auf dem danebenliegenden Acker zu verteilen, komme nämlich nicht infrage, da der Grundstückseigentümer damit nicht einverstanden sei, weil er seine zur Anzucht von Saatgut genutzte Anbaufläche frei von Unkräutern halten wolle.

Gleichwohl wäre dies laut Matthaei die „kostengünstigste Lösung“ im Vergleich zum kostenintensiven Entsorgen des Bodenmaterials auf einer Deponie. Um unnötige Kosten zu vermeiden, wäre also zunächst zu klären, welcher örtliche Landwirt damit einverstanden ist, den Abraum auf seiner Ackerfläche zu verteilen. So jedoch könne der Weg nicht bleiben, da dieser nicht mehr trittsicher sei und es folglich schwierig sei, dort entlang zu gehen, betonte Hofmann.

„Es ist gar nicht mehr möglich, dort entlangzulaufen“, spitzte Ortsratmitglied Dirk Rodenbeck (Team Gelldorf) zu. Dabei bekräftigte er Hofmanns Forderung dergestalt, dass man den alten Fußweg jetzt vernünftig herrichten und dann regelmäßig pflegen müsse. wk

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