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Obernkirchen / Ralley Gemeinsam aktiv

Wie bringt man Jugendliche dazu, die Bergstadt rund zwei Stunden lang zu Fuß zu erkunden und sich dabei - ebenfalls freiwillig - sogar noch mit einer Vielzahl an kulturellen Themen zu befassen? Mit einer „WhatsApp-Rallye“, ist doch klar! Das jedenfalls hat sich Elke Schönbeck gedacht und solch eine Veranstaltung für die Jugendgruppe der Evangelischen Kirchengemeinde ausgerichtet.

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Elke Schönbeck stellt immer wieder neue Aufgaben.

Quelle: wk

Obernkirchen. Denn, wie heißt es beispielsweise in Streetworker-Kreisen: Man muss die Menschen dort abholen, wo sie sind. Was halt auch bedeuten kann, dass man hierfür eines der sozialen Netzwerke nutzt, in denen diese unterwegs sind. Und der mittlerweile von Facebook aufgekaufte Instant-Messaging-Dienst WhatsApp steht ja (nicht nur) bei jungen Leuten hoch im Kurs: Morgens, gleich nach dem Aufstehen, schaue sie das erste Mal auf ihrem Smartphone nach, ob von Freunden, Bekannten und Verwandten irgendwelche WhatsApp-Nachrichten bei ihr eingegangen sind, erzählt Mara Swoboda. Das Letzte, was sie vor dem Zubettgehen macht, sei ebenfalls, noch einmal nachzugucken, ob sie Nachrichten erhalten hat. Und dazwischen sei sie „eigentlich ständig“ mit dem Instant-Messaging-Dienst zugange.

Um die Dimension zu verdeutlichen: An einem Tag können es bei ihr schon mal bis zu eintausend WhatsApp-Nachrichten sein – „manchmal auch mehr“, verrät die 14-Jährige, und lacht. Nicht ohne ernsthaft darauf hinzuweisen, dass dies eine völlig normale Größenordnung sei. Denn diese hohe Zahl resultiere übrigens auch daraus, dass man sich als WhatsApp-Nutzer diversen Chat-Gruppen dieses sozialen Netzwerkes anschließt und dann eben in den entsprechenden Verteilern ist. Setzt also ein Mitglied einer Gruppe (etwa ihre Schulklasse) eine Nachricht ab, geht diese auch gleich an alle anderen Gruppenmitglieder. Mit etwaigen Antworten und Kommentaren verhält es sich ebenso.

„Deshalb ist WhatsApp manchmal auch ganz schön nervig“, räumt Mara ein. So etwa dann, wenn ihr jemand aus purer Langeweile „einhundert Mal“ nur die simple Grußbotschaft „Hi“ sende. Verzichten wolle sie auf die kostenlose, schnelle Kommunikation mit dem digitalen Instant-Messaging-Dienst dennoch nicht mehr.

 Bleibt die Frage, wie denn nun die „WhatsApp-Rallye“ funktioniert hat? Hierzu hatte sich Elke Schönbeck im Vorfeld ein Bündel an Fragen und Aufgaben ausgedacht, die irgendeinen Bezug zu Obernkirchen haben und die bei einem Streifzug durch die Innenstadt mit einem gewissen Maß an Aufmerksamkeit oder mittels Internetrecherche beantwortet respektive gelöst werden können. So mussten die sechs Teilnehmer etwa eine Steintafel an der Stiftsmauer finden, auf der das Gründungsjahr des Stiftes Obernkirchen geschrieben steht, und ein davon mit dem Smartphone gemachtes Belegfoto an Elke Schönbeck senden. Die entsprechende Aufgabe selbst hatten sie von ihr zuvor ebenfalls als WhatsApp-Nachricht erhalten. Und auf diese Weise ging es im Verlauf von rund zwei Stunden hin und her, wobei sich die jungen Leute unter anderem auch mit der Frage beschäftigten, warum die mannsgroße „Moses“-Figur in der Stiftskirche zwei Hörner auf dem Kopf hat und wie das begrünte Areal zwischen dem Gemeindezentrum Rote Schule und Friedrich-Ebert-Straße heißt. Zu Ende war die Aktion, als alle Aufgaben korrekt abgearbeitet worden waren.

Die WhatsApp-Rallye mache Spaß, weil man als Gruppe durch die Stadt zieht und dabei „aktiv etwas macht“, resümierte Lisa Schönbeck (14), die Nichte der Initiatorin. Und Mara Swoboda befand, dass es schon recht interessant sei, solch eine Rallye mal auszuprobieren, zumal man dabei ja auch das Smartphone nutzen könne.

Von Michael Werk

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