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Geocaching in Obernkirchen

Digitale Schnitzeljagd für Leseratten Geocaching in Obernkirchen

Auf der Weltkarte der Geocacher ist die Bergstadt schon seit Langem kein weißer Fleck mehr. Wie aus Szenekreisen zu hören ist, soll es hier nämlich eine ganze Reihe gut verborgener und nur mit GPS-Geräten oder GPS-fähigen Smartphones zu findender „Caches“ geben.

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Zusammen mit dem Geocaching-Experten Michael Catrein (rechts) haben die „Zeitver(sch)wender“ und deren junge Mitstreiter einen „Literarischen Geocache“ für die Bergstadt entwickelt.

Quelle: wk

Obernkirchen. Die Rede ist dabei von rund 50 Verstecken im gesamten Stadtgebiet und näheren Umfeld. Genug also, um passionierte Geocacher eine Weile bei Laune zu halten.

 Der sich regelmäßig im Gemeindezentrum Rote Schule treffende, nicht-kirchliche Leseclub „Zeitver(sch)wender“ hat dem jedoch noch ein weiteres Suchangebot hinzugefügt. Und zwar in Form eines „Literarischen Geocaching“, für das das im Gerstenberg erschienene Jugendbuch „12 things to do before you crash and burn“ von James Proimos (ISBN 978-3-8369-5756-4) als inhaltliche Grundlage dient.

 Dazu hatten die „Zeitver(sch)wender“ mit Michael Catrein, der über seine Firma „Marabu Koblenz“ unter anderem Beratungen rund um das Thema „GPS in der Freizeit“ anbietet und nach eigenen Angaben das „Literarische Geocaching“ erfunden hat, einen entsprechenden Workshop in Obernkirchen ausgerichtet, an dem auch einige „externe“ Kinder und Jugendliche teilnahmen. Gemeinsam wurde die Romanvorlage intensiv gelesen und überlegt, welche Textpassagen man als Geocaching-Rätsel weiterentwickeln könnte. Und wie bei konventionellen Geocaching-Rätseln soll der sich diesem „Literarischen Geocaching“ widmende Spieler an jeder gefundenen Station (sprich: Cache) weitere Informationen zum Fortgang der Geschichte erhalten, um auf diese Weise nach und nach zur Auflösung des Ganzen zu kommen: „Es ist eine digitale Schnitzeljagd“, verdeutlicht Catrein, während die Obernkirchenerin Milena Podlich (13) verrät, dass es doch recht schwierig gewesen sei, die passenden Verstecke für die einzelnen Caches festzulegen. Denn jedes müsse ja auch auf Dauer Bestand haben, damit das Spiel langfristig funktioniert. Letztlich sei es dann aber doch gelungen, hierfür „gute Verstecke“ auszuwählen.

 Worum es in dem Roman „12 things to do before you crash and burn“ geht, das fasst Julia Schönbeck vom Leseclub „Zeitver(sch)wender“ übrigens so zusammen: Nachdem sein Vater verstorben ist, wird der Junge Hercules von seiner Mutter während der Ferien zu seinem Onkel geschickt, mit dem er sich besser versteht als mit seiner Mutter. Auf der Zugfahrt dorthin begegnet ihm eine junge Frau, in die er sich verguckt und die er deshalb unbedingt wiedersehen möchte. Von seinem Onkel aber erhält er eine zwölf Aufgaben umfassende To-do-Liste, die er Punkt für Punkt abarbeiten soll. Diese beschert im dabei nicht nur manch aufregendes Erlebnis, sondern bringt ihm auch wichtige Erkenntnisse über das Leben. Und schließlich lernt er dadurch sogar seine wahre große Liebe kennen.

 Zudem ist von Schönbeck zu erfahren, dass der zusammen mit Catrein für Obernkirchen ausgearbeitete „Literarische Geochache“ das mittlerweile dritte Projekt der „Zeitver(sch)wender“ ist, mit dem sich der Leseclub an der vom Verein Arbeitskreis für Jugendliteratur initiierten Aktion „Literanauten überall“ beteiligt. Einem bundesweiten „Leseförderungsprojekt von Jugendlichen für Jugendliche“, das 2013 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen dessen auf fünf Jahre angelegten Förderprogramms „Kultur macht stark“ ins Leben gerufen worden ist. wk

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