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„Geocaching kann süchtig machen“

Schatzsuche in Obernkirchen „Geocaching kann süchtig machen“

Einen großen Besucheransturm hat die Bergstadt anlässlich eines „Geocaching-Events“ erlebt, das die Eheleute Stefanie und Bernd Kirsch gemeinsam mit einigen Freunden auf die Beine gestellt haben: Viele Menschen waren eigens wegen dieser Veranstaltung aus dem Schaumburger Land sowie aus Hameln, Nienburg und Bielefeld nach Obernkirchen gekommen, um Kontakte zu knüpfen und um die Stadt zu erkunden.

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Mithilfe einer speziellen Geocaching-App auf seinem GPS-fähigen Handy geht Max Erik Busche regelmäßig auf Schatzsuche. wk

Obernkirchen. Denn auch dort gibt es, so war aus den Kreisen der „Geocacher“ zu erfahren, etliche gut versteckte „Caches“, die zu finden nicht nur ein gewisses Maß an Spürsinn und Cleverness erfordert, sondern auch sehr viel Freude macht. „Geocaching ist eine moderne Form der Schatzsuche“, erklärte Stefanie Kirsch. Zum Einsatz kommen dabei GPS-Geräte oder GPS-fähige Handys, mittels der man die von anderen Fans dieses Hobbys in beispielsweise kleinen Mauerlöchern oder hohlen Zaunpfählen platzierten „Caches“ bis auf ein paar Meter genau orten kann.

 So nah dran, muss man jedoch noch eifrig suchen und mitunter Problemlösungstalent beziehungsweise Rätselgeschick beweisen, bevor man die Zielobjekte – meist kleine, wasserdichte Plastikdosen, in denen ein aufgerollter Papierstreifen („Logbuch“ genannt) und oftmals irgendein Gimmick enthalten sind – entdeckt. Ist dies gelungen, trägt sich der jeweilige Finder mit einer Identifikation dienenden „Log-Nummer“ in diese Papierrolle ein, tauscht eventuell noch den Inhalt gegen einen andernorts gefundenen Gegenstand aus und versteckt die Dose wieder so, wie er sie vorgefunden hat.

 Die einzelnen Inhalte wiederum sind alle mit einer individuellen „Tracking-Nummer“ versehen, anhand der deren Reise über das Internetportal www.geocaching.com verfolgt werden könne. Auf dieser Seite wird zudem ein digitales Verzeichnis mit den „Log-Nummern“ der jeweiligen Finder geführt.

 Und um zu verdeutlichen, was es heißt, mit Leib und Seele „Geocacher“ zu sein, verrät Stefanie Kirsch, dass sie bei ihren Geocaching-Touren immer auch eine Ausziehleiter, einen Kanister mit Wasser und eine Wathose im Auto dabei hat, da der Einfallsreichtum derjenigen, die „Caches“ verstecken, erfahrungsgemäß grenzenlos ist. Weltweit gebe es mittlerweile um die zwei Millionen solcher Schätze, von denen immerhin rund 50 auf Obernkirchener Stadtgebiet zu finden seien.

 Das Schöne am Geocaching sei, dass man aus dem Haus kommt, das Hobby mit der Familie ausüben kann und es einfach Spaß macht, berichtet Dirk Busche. Zudem koste diese Art der Freizeitbeschäftigung im Grunde genommen kein Geld, denn ein GPS-fähiges Handy sei heutzutage in den meisten Haushalt ohnehin vorhanden und eine Geocaching-App, mittels der die jeweiligen Ortungsdaten auf einer Karte dargestellt werden, gebe es für ein paar Euro im App-Store.

 Großes Spezialgepäck hat Busche („Geocaching kann schon süchtig machen, aber ich versuche es im Zaum zu halten.“) bei seinen Unternehmungen zwar nicht dabei, wohl aber eine „erweiterte Grundausstattung“. Diese besteht aus einer Umhängetasche, die unter anderem zwei Teleskopstangen mit Klappspiegel respektive Minilampe-Magnet-Kombination sowie ein kleines Multifunktionswerkzeug mit Schraubendreher und etwa Zange beinhaltet. Denn wie bereits erwähnt: Man weiß ja nie, was einen vor Ort erwartet.  wk

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