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Obernkirchen Stadt Geschäftsführer: „Es gibt Anzeichen für Marktbelebung“
Schaumburg Obernkirchen Obernkirchen Stadt Geschäftsführer: „Es gibt Anzeichen für Marktbelebung“
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20:35 23.04.2009

Drei Millionen Euro will Bornemann in diesem Jahr einsparen, nachdem 2008 ein Gewinneinbruch und ein Umsatzrückgang zu verzeichnen waren. Auch die Finanzkrise hat bereits ihre Spuren hinterlassen, Januar und Februar waren schwache Monate, hatte von der Wense bereits im März bilanziert.

Betriebsrat und Geschäftsführung verständigten sich anschließend auf 30 Vollzeitstellen, die im Gelldorfer Werk, in dem knapp 500 Mitarbeiter arbeiten, gestrichen werden (wir berichteten).
Unerwartet kommt die Anmeldung zur Kurzarbeit daher nicht. Mit dem Betriebsrat wurde bereits im letzten Monat vereinbart, zunächst die Überstunden- und Zeitkonten abzubauen, ehe die Kurzarbeit kommt. Bis Juni habe man diese Überstunden „im Wesentlichen“ abgebaut, so der Geschäftsführer, „dann können wir mit gutem Gewissen Kurzarbeit anmelden.“

Weitere betriebsbedingte Kündigungen wolle man vermeiden, so von der Wense, „wir wollen andere Optionen nutzen.“ Nach dem Abbau der Überstunden und des Urlaubs werde man daher auf die Kurzarbeit zurückgreifen. In welcher Größenordnung diese Kurzarbeit durchgeführt werde, das könne er noch nicht sagen, dazu sei es noch zu früh, so der Geschäftsführer. Bis zum 15. Mai hätten die Abteilungsleiter und Führungskräfte nun noch Zeit, zu prüfen, inwieweit sie ausgelastet seien und wie die Kurzarbeit in den einzelnen Bereichen umgesetzt werden könne.

Danach werde man das Ergebnis dem Betriebsrat mitteilen, außerdem sei eine dreitägige Andienungsfrist für die jeweiligen Mitarbeiter zu beachten: Jeder, der betroffen ist, müsse drei Tage vorher informiert werden.

Die Prognose für das zweite Halbjahr? „Besser als in den ersten drei Monaten diesen Jahres“, so von der Wense. „Wir hoffen, dass wir in der zweiten Hälfte bessere Zahlen haben werden.“ Von einer Marktbelebung zu sprechen, dazu wäre es noch zu früh, „aber es gibt Anzeichen.“

Die gesetzliche Möglichkeit, die Kurzarbeit bis zu 18 Monate ausüben zu können, wolle man nicht vollständig ausreizen: „So lang wollen wir das nicht ausweiten“, so von der Wense.
Die Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat, so von der Wense, sei gut: „Wir sitzen in einem Boot.“ Im Januar habe die Geschäftsführung den „Schulterschluss“ mit dem Betriebsrat vollzogen, „seitdem reden und argumentieren wir auf Augenhöhe.“ rnk

Die Firma Bornemann wird ab dem 1. Juni im Pumpenbereich Kurzarbeit anmelden. Das kündigte Geschäftsführer Gero von der Wense gestern gegenüber dieser Zeitung an. Im Bereich der Kunststofftechnik werde die Kurzarbeit bereits Anfang Mai gelten.

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