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Gleiche Bezahlung für gleiche Leistung

Arbeit in Kindertagesstätten Gleiche Bezahlung für gleiche Leistung

Wenn zwei Personen die gleiche Arbeit leisten, dann sollten sie auch die gleiche Bezahlung bekommen. Das empfindet der gesunde Menschenverstand als gerecht. Aber danach geht es leider nicht immer. In Obernkirchen wird jetzt aber mit einer solchen Ungerechtigkeit in den städtischen Kindertagesstätten aufgeräumt.

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Die jungen Erzieherinnen füllen den Besucherraum des Ratssaales. Sie sind schon vor der Aussprache im Ausschuss für Bürger und Bildung optimistisch gestimmt.

Quelle: sig

Obernkirchen. Der große Bürger- und Bildungsausschuss, der den Ratssaal nahezu bis auf den letzten Platz füllt, hat die Weichen dazu gestellt. Der Stadtrat dürfte diese Empfehlung mit Sicherheit absegnen, und die Verwaltung hat die zusätzlichen Personalkosten bereits im Haushaltsansatz für 2015 eingeplant.

Damit wird eine Entscheidung aufgehoben, die vor 15 Jahren im Rat beschlossen worden ist. Damals war man auf die Idee gekommen, die Mitarbeiterinnen in den Kitas in Erst- und Zweitkräfte einzuteilen und dazu eine unterschiedliche Besoldung vorzunehmen.

Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen hat jetzt den Antrag gestellt, diesen Beschluss außer Kraft zu setzen und gleichberechtigte Ansprüche für gleiche Leistungen anzuerkennen. Es wurde in der Ausschusssitzung deutlich, dass auch die Leitungen der Kindertagesstätten hinter einer solchen Entscheidung stehen. Und im Zuschauerraum saßen fast ausschließlich deren junge Mitarbeiterinnen, die auf einen positiven Beschluss hofften.

Bürgermeister Oliver Schäfer weist in seiner schriftlichen Begründung zu diesem Antrag darauf hin, dass in Obernkirchen fast alle Zweitkräfte in den Kindergärten eine abgeschlossene Ausbildung als Erzieherin nachweisen können. Damit sei auch eine einheitlich hohe Qualität in der Betreuung der Kinder gewährleistet.

„Wir wollen und können nicht lange überlegen, wen wir mit welcher aktuell anstehenden Aufgabe betrauen, ob dafür eine Erst- oder Zweitkraft in Frage kommt“, erklärten die Leiterinnen der Kindertagesstätten in der Aussprache den Ausschussmitgliedern. Und Grundschulleiter Arnulf Buch meinte, dass die Stadt vor einem Arbeitsgericht kaum eine Chance hätte, die frühere Position erfolgreich zu vertreten.

Eine weitere wichtige Erkenntnis mag den Ausschuss bei seiner Entscheidung beeinflusst haben: Das ist die Erkenntnis, dass auf dem Arbeitsmarkt ein erheblicher Mangel an pädagogisch geschultem Personal herrscht.

Der Bürgermeister weiß um diese Situation. In seiner Begründung bekennt er deshalb, dass die Stadt durch die Korrektur der früheren Entscheidung nicht nur qualifizierte Betreuungskräfte halten könne, sondern auch in der Lage sei, neue für sich zu gewinnen.

Im Personalbudget sind jetzt zusätzliche 65000 Euro eingestellt worden. Da mit der rechtskräftigen Anerkennung des Etats für 2015 kaum vor Anfang Juni zu rechnen ist, soll das Prinzip der gleichen Bezahlung aber bereits rückwirkend ab 1. Januar gelten.

 Festzuhalten ist noch, dass alle Fraktionen im Ausschuss ohne Wenn und Aber hinter dieser Entscheidung stehen.

sig

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