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Grundschüler machen Ernährungsführerschein

Obernkirchen / Projektunterricht Grundschüler machen Ernährungsführerschein

Die Aushändigung der „AID-Ernährungsführerscheine“ ist für die Schüler der Klasse 3c der Grundschule der krönende Abschluss eines Projektunterrichts gewesen, den die Lehrerin Heike Radecke zusammen mit der Landfrau und Ernährungswissenschaftlerin Ellen von Kuenheim ausgerichtet hat.

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Gemeinsam stärken sich Eltern und Kinder an dem gesunden Büfett, dass die Drittklässler vorbereitet haben. © wk

Obernkirchen (wk). Im Verlauf von sechs über mehrere Wochen verteilten 90-minütigen Unterrichtseinheiten hatten sich die Kinder zuvor jede Menge theoretische Kenntnisse rund um das Thema gesunde Ernährung angeeignet.

Zudem hatten sie in der Schulküche auch selbst Hand angelegt, um etwa vitamin- und ballaststoffreiche Pausenbrote, Salate und einfache Vollwertgerichte zu kreieren. Am Ende des – auf einem Konzept des gemeinnützigen Vereins „AID Informationsdienst Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz“ basierenden – Kurses stand dann eine schriftliche Abschlussprüfung auf dem Programm, die laut Radecke jedoch von allen Schülern bestanden worden war.

Anlässlich der kleinen Feierstunde, in der die „Ernährungsführerscheine“ überreicht wurden, stellten die Grundschüler ihren hierzu eingeladenen Eltern schließlich die gewonnenen Erkenntnisse in Form kleiner Vorträge vor. Außerdem hatten sie ein gesundes Büfett vorbereitet, das als Grundlage für das gemeinsame Frühstück in der Schulaula diente.

Heute werde leider nicht mehr so viel gekocht wie in früheren Zeiten, sondern oftmals auf Fertignahrung zurückgegriffen, berichtete von Kuenheim, die Mitglied im Landfrauenverein Rinteln/Hessisch Oldendorf ist. Dadurch sei in vielen Familien das Wissen um eine gesunde Vollwerternährung verloren gegangen.

So habe – nach ihren Erfahrungen – rund die Hälfte der Schüler keine entsprechenden theoretischen Vorkenntnisse und nur zirka ein Viertel verfüge über praktische Erfahrungen im Zubereiten von Speisen: „Manche Kinder können schon Kartoffeln schälen, andere können sich noch nicht mal ein Butterbrot schmieren.“ Für die Grundschulklasse treffe dies aber nicht zu, so von Kuenheim: Hier gebe es überproportional viele Vorkenntnisse und auch viel Praxiserfahrung.

Allerdings geht von Kuenheim durchaus davon aus, dass ihr Engagement – sprich: die Ernährungskurse – eine nachhaltige Wirkung bei den teilnehmenden Schülern hinterlassen. Seit 2007 führt sie rund zehn Schulklassen pro Jahr in dieses Thema ein und bekommt regelmäßig positive Resonanzen – auch noch nach Ende der Projektunterrichte, und nicht nur von den Kindern. Denn bestimmte Verhaltsmuster in der Ernährung seien nur schwer umzustellen. Daher sei es auch am besten, schon in der Kindheit bewusst zu machen, was das sei, eine gute Ernährung.

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