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Grundschule mit Fragezeichen

Eltern beklagen Lehrermangel Grundschule mit Fragezeichen

An der Grundschule Obernkirchen soll es nach Informationen dieser Zeitung seit Anfang des neuen Schuljahres große Probleme aufgrund Lehrermangels geben. Zahlreiche Eltern sind deswegen sehr verärgert. Diese Aussage stammt aus dem Kreis der Elternschaft.

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Steinernes Idyll vor der Grundschule Obernkirchen – doch in der Elternschaft macht sich Unmut breit.

Quelle: wk

OBERNKIRCHEN. Es heißt, dass zwei Lehrkräfte zum Schuljahreswechsel pensioniert worden sind, eine Pädagogin ihre Stelle halbiert hat und drei Lehrkräfte krankheitsbedingt ausgefallen sind. Als Folge davon würden in einigen Unterrichtsfächern mitunter mehrere Klassen gemeinsam unterrichtet und Nachmittags-Arbeitsgemeinschaften ausfallen. Außerdem werde der Sprachförderunterricht für Flüchtlingskinder vom benachbarten Integrativen Kindergarten durchgeführt. Drei Elternpaare sollen ihre Kinder nach Informationen dieser Zeitung wegen der an dieser Schule herrschenden Situation sogar abgemeldet und an einer anderen Grundschule angemeldet haben. „Unmut ist da noch harmlos ausgedrückt“, bringt es ein Elternteil auf den Punkt.

Dazu teilte die stellvertretende Rektorin der Grundschule auf Anfrage mit, dass die Situation zwar „schon prekär“ ist, „aber nicht so wie beschrieben“. Tatsächlich sei es so, dass eine Lehramtsstelle ausgeschrieben ist, aber noch nicht habe besetzt werden können. Zwei Lehrkräfte seien dagegen ausgefallen, wobei man aber seitens der niedersächsischen Landesschulbehörde eine Vertretungslehrerin vermittelt bekommen habe, „sodass die große Not erst mal beseitigt ist“.

Nicht nur Flüchtlingskinder erhalten Sprachförderung

Außerdem widersprach die Konrektorin der Darstellung, dass mehrere Klassen gemeinsam unterrichtet werden. Allein im Fach Musik sei es so, dass drei 3. Klassen zusammengelegt werden. Die Nachmittags-AG indes „bleiben wie gehabt“, und auch der Sprachunterricht für Flüchtlingskinder werde wie gewohnt durchgeführt. Ergänzend merkte die Konrektorin diesbezüglich an, dass es übrigens nicht nur Flüchtlingskinder seien, die eine Sprachförderung erhalten.

Weitere Auskünfte zur momentanen Situation an der Grundschule sowie zur Frage, wie viele Lehrer überhaupt an dieser Schule tätig respektive wie viele Lehrkräfte gemäß Stellenplan vorgesehen sind, waren von der stellvertretenden Schulleiterin nicht zu bekommen. Unter anderem verwies sie dabei auf die Schweigepflicht.

 „Es gibt genügend Lehrer, um die Pflichtstunden zu erteilen“

Seitens der in Lüneburg ansässigen Pressestelle der niedersächsischen Landesschulbehörde war zu diesem Thema am Mittwoch nur so viel zu erfahren, dass es an der Obernkirchener Grundschule aktuell „keine Probleme“ gebe, den Pflichtunterricht stattfinden zu lassen. Oder anders formuliert: „Es gibt genügend Lehrer, um die Pflichtstunden zu erteilen“, so Christopher Winkler als Vertreter der Pressesprecherin.

Allerdings gebe es an der Schule eine Planstelle, die noch besetzt werden soll. Zudem werde weiterhin die Möglichkeit geprüft, dort weitere Vertretungskräfte einzusetzen. Wie viele Lehrkräfte an der Grundschule insgesamt tätig sind, beziehungsweise sein sollten, dazu vermochte jedoch auch er nichts zu sagen. Momentan werde der Bedarf – basierend auf den Schülerzahlen – erst ermittelt, erklärte Winkler. Und da das Stellenbesetzungsverfahren noch nicht abgeschlossen sei, könne man dahingehend keine Antwort geben. Im Klartext: Vor Abschluss des Stellenbesetzungsverfahrens sei solch eine Aussage „obsolet“.

Auskunft zur Unterrichtsgestaltung, zu den Nachmittags-AGs und dem Sprachförderunterricht konnte er nach eigenen Angaben nicht geben, da er diesbezügliche Fragen noch nicht habe im Gespräch mit der Schulleitung klären können. wk

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