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Hausbesitzer sackt knietief in Rasen ein

Plötzlich Löcher im Garten Hausbesitzer sackt knietief in Rasen ein

Urplötzlich ist ein Loch im Boden – und dann noch eines: Dass mitunter Wühlmäuse ihr Unwesen im Garten treiben, indem sie dort weitverzweigte Höhlengänge in die Erde graben, damit müssen Hausbesitzer durchaus rechnen.

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Einfach nur ein Loch, weil der nach dem Hausbau aufgeschüttete Hang stellenweise nachgegeben hat, oder die Folge eines unterirdischen Stolleneinbruchs? Eine eindeutige Antwort auf diese Frage soll ein geologisches Bodengutachten liefern.

Quelle: wk

Obernkirchen. Dass man als Inhaber eines Eigenheimes beim Rundgang durch den Garten aber unvermittelt mit einem Bein knietief in die Rasenfläche einsackt und sich an der Einbruchstelle ein rund 50 Zentimeter breites Loch auftut, damit sicherlich nicht.

 Entsprechend verwundert war ein Anwohner des Weheweges, dem genau dies passiert ist. Wobei ihm freilich sofort klar war, dass dafür nicht irgendwelche Kleinnager als Urheber infrage kamen. Da der betroffene Teil seines mit einer Hanglage aufwartenden Gartens vor gut 15 Jahren im Maximum kellergeschosshoch mit Lehmboden aufgefüllt worden war, hatte er zunächst dies als Ursache für den kleinen Erdfall angenommen.

 Gleichwohl blieben bei ihm Zweifel. Um dem Ursprung des Lochs genauer auf den Grund zu gehen und seine Neugier zu befriedigen, nahm sich der Obernkirchener, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, daher ein mehrere Meter langes Kupferrohr zur Hand und stocherte damit in dem Erdloch herum. Ohne große Mühe habe er das dünne Rohr dabei in einem schrägen Winkel etwa drei Meter tief in das Erdreich hineinschieben können, berichtet er. Folglich stand für ihn fest, dass die Ursache für das Erdloch keinesfalls in der 2001 erfolgten Erdaufschüttung zu finden sei.

 Zumal er zwischenzeitlich ein paar Meter weiter den Hang hinauf noch ein ähnliches, wenn auch kleineres Erdloch entdeckt hat, das einige der seinerzeit von seiner Frau gesetzten Krokusse verschluckt hat.

 Auf Anraten seines Architekten hat sich der Mann daher mit dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie in Clausthal-Zellerfeld in Verbindung gesetzt, um in Zusammenarbeit mit dieser Behörde abzuklären, ob es sich bei diesen beiden Löchern möglicherweise um die Folgen von Stolleneinbrüchen handelt.

 Ein Experte dieser Behörde habe sich das Ganze daraufhin vor Ort angeschaut und die Lage der beiden Erdlöcher mit dem Verlauf der in speziellen Karten eingezeichneten alten Bergbaustollen verglichen, erzählt der Obernkirchener. Und siehe da: Die an der Gartenoberfläche zu sehenden Löcher hätten sich genau mit dem Verlauf der unterirdischen Stollen gedeckt. „Es sollen Kopfstollen sein – aus dem Jahr 1828“, konkretisiert er.

 Um den bislang jedoch nach wie vor nur vermuteten Zusammenhang zu erhärten, wolle das Landesamt ein geologisches Gutachten erstellen lassen. Allerdings komme die Behörde leider seit Wochen nicht mit der dafür erforderlichen offiziellen Ausschreibung in Gang, ärgert sich der Hausbesitzer.

 Es sei nämlich schon „ein unangenehmes Gefühl“, wenn man befürchten müsse, dass die Erde vielleicht noch mehr einbricht. Zumal inzwischen der Rasen rings um das erste Erdloch herum auf circa drei Meter Fläche deutlich sichtbar abgesackt sei.

 „Ich will beruhigt werden, dass da nichts weiter passiert“, betont er. Und wenn es sich durch das noch anstehende Gutachten bewahrheiten sollte, dass es sich tatsächlich um Stolleneinbrüche handele, müssten diese durch vom Bergamt zu bezahlende Injektionen mit Beton gestoppt werden. So jedenfalls habe ihm dies der zurate gezogene Experte der Behörde gesagt. wk

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