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Obernkirchen Stadt Haydn, Chopin und Liszt im Stift
Schaumburg Obernkirchen Obernkirchen Stadt Haydn, Chopin und Liszt im Stift
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00:23 24.09.2015
Kateryna Levchenko ist schon in ganz frühen Jahren das gewesen, was man gemeinhin als Wunderkind bezeichnet. Quelle: pr.
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Obernkirchen

Levchenkos Programm umfasst nur ein Dreivierteljahrhundert der Musikgeschickte, zeichnet aber künstlerische Entwicklungen und persönliche Stile diverser Komponisten auf und spielt dabei mit Gegensätzen. Es erklingt zum Beispiel eine der letzten Klaviersonaten von Haydn. Aus diesem letzten Werk des Salzburgers spielt Levchenko zwei Sätze in einer 74 Jahre später angefertigten Bearbeitung von Liszt, der seinen Ruf eher unterhaltender Virtuosität verdankte, aber auch zutiefst geistliche Empfindungen hatte. Schließlich erhielt der Lebemann später im Leben die niedere Weihe und wohnte als Abbé sogar gelegentlich im Vatikan. Um der anderen Seele in Liszts Brust gerecht zu werden, spielt Levchenko dessen Ungarische Rhapsodie Nr. 12, die Melancholie mit glitzernder Tastenakrobatik vereint. Liszts berühmter Zeitgenosse Chopin kommt im Programm auch nicht zu kurz. Als Gegensatz zu den Spätwerken von Haydn erklingen vier der ersten Mazurken des polnischen Komponisten, aber auch sein bekanntes und späteres Scherzo Nr. 2.

Levchenko wurde mit fünf Jahren in die Spezialmusikschule für hochbegabte Kinder ihrer ukrainischen Heimatstadt Charkow aufgenommen. Nachdem sie im Jahr 2002 den ersten Preis beim internationalen Klavierwettbewerb „Vladimir Krainev“ gewonnen hatte, bekam sie eine Einladung von dem berühmten russischen Pianisten, der Namensgeber des Wettbewerbs war, bei ihm in Hannover zu studieren. Nachdem sie zuerst in dem Institut zur Früh-Förderung musikalisch Hochbegabter an der Musikhochschule Hannover Unterricht erhalten hatte, bestand sie zwei Jahre später die Aufnahmeprüfung für einen regulären Studiengang. Dort wurde sie von Professor Krainev und Profesor Roland Krüger betreut und absolvierte ihr Studium mit Bestnote. Auf Empfehlung von Wladimir Ashkenasy kam sie danach an die renommierte Imola-Akademie in Italien, wo sie unter anderem bei dessen Sohn Vovka Unterricht erhielt. Gleichzeitig studierte sie in der Soloklasse der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover bei Professor Bernd Goetzke. Ihr ausdrucksvolles Spiel brachte ihr Erfolge bei internationalen Wettbewerben und Einladungen zu bedeutenden Musikfestivals.

Eintrittskarten für diesen Klavierabend gibt es nur an der Abendkasse im Stift. Die Tickets kosten zehn Euro für Erwachsene und fünf Euro für Schüler. r

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