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„Heimische Wirtschaft hat volle Auftragsbücher“

Obernkirchen / Ortsversammlung „Heimische Wirtschaft hat volle Auftragsbücher“

„Wir verkaufen keine irgendwie gearteten Finanzkonstrukte nur des kurzfristigen Erfolgs wegen, denn wir wollen unseren Kunden sinnvolle Geldanlagen ermöglichen.“ Mit diesen Worten grenzte Vorstandsmitglied Reinhard Schreeck die Volksbank in Schaumburg von den Geschäftspraktiken zahlreicher Großbanken ab.

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Die Realwirtschaft, den heimischen Mittelstand, das Handwerk und die Privatkunden will die Volksbank unterstützen, damit die heimische Industrie volle Auftragsbücher schreiben kann. Das Bild zeigt Friedrich Gärling im Gespräch mit Christiane Riewerts.

Quelle: sig

Obernkirchen (sig). Er machte bei der Ortsversammlung der Geschäftsstellen Obernkirchen und Rehren A/O in der Liethhalle deutlich, wie ernst seine Bank die verantwortungsvolle Beratung der Kunden nimmt. Schreek: „Unsere Geschäfte geschehen vor Ort, wir unterstützen die Realwirtschaft, den heimischen Mittelstand, das Handwerk und die Privatkunden; unsere Arbeit basiert auf gegenseitigem Vertrauen.“

Der Bankvorstand bekannte, dass „wir den Euro gewollt haben und von ihm profitieren“, aber die europäische Währung werde gefährdet durch eine zunehmende Staatsverschuldung. Die Politik habe für eine saubere Finanz- und Wirtschaftspolitik zu sorgen und dürfe nicht zulassen, dass die öffentliche Hand über ihre Verhältnisse lebe.

Die moderierende Journalistin Christiane Riewerts aus Berlin, zuvor langjährige stellvertretende Chefredakteurin der Schaumburger Zeitung, wollte wissen, wie es derzeit um die Wirtschaft im Schaumburger Land bestellt ist. Schreek sahe es so: „In unserer weitgehend vom Mittelstand geprägten Region gibt es wieder gut gefüllte Auftragsbücher. Nach der Rezession hat wieder ein deutlicher Aufschwung eingesetzt.“

Der Leiter des Marktbereiches Kirchhorsten-Obernkirchen, Heinz David, untermauerte diese Entwicklung mit vielen positiven Zahlen der Volksbank in Schaumburg, die im vergangenen Geschäftsjahr sowohl eine höhere Bilanzsumme, wachsende Kundenkredite und Kundeneinlagen als auch ein gestiegenes Eigenkapital erzielte.

Die 22 208 Volksbank-Mitglieder dürfen auf eine sechsprozentige Dividende hoffen.

Noch in diesem Jahr soll es eine neue betrugssichere Scheckkarte geben, die keinen Magnetstreifen mehr aufweist.

Der Leiter der Obernkirchener Hauptstelle und Vermögensberater, Friedrich Gärling, rät den Kunden, die Geld anlegen möchten, nicht zu einer „Lösung von der Stange“ , sondern zu individuell gewählten Schritten. Den umweltbewussten Hausbesitzern empfiehlt er, sich für energetische Maßnahmen und Modernisierungen günstige Darlehen zu sichern. Niedriger würden die Zinsen in absehbarer Zeit nicht.

Dass der Euro im Verhältnis zum Dollar gegenüber dem Vorjahr einen Wertzuwachs von 20 Prozent erzielt habe, sei ein Beweis der Stärke der Gemeinschaftswährung, hob Gärling hervor. Der vor allem durch die gestiegenen Energieausgaben entstandene Preisauftrieb werde sich wieder beruhigen, mahnt er zur Gelassenheit.

Die von 260 Mitgliedern besuchte Versammlung klang mit einem musikalischen Showprogramm und mit einem Imbiss aus.

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