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Spendenaktion Helfen, prüfen und anpflanzen

An einem Stand kann geworfen und gewonnen werden, direkt daneben gibt es naturgesunde Obst-Smoothies, und beides für den gleichen Zweck: Geld sammeln für den Tschad, für die Bewohner des Dorfes Koumaye, für das die IGS Obernkirchen sich seit 2001 engagiert.

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Ein paar Lampen und eine Erkenntnis: Beim Licht kann gespart werden, und zwar kräftig.

Quelle: rnk

Obernkirchen. Es ist ein langer Weg, den die Schüler mit Maurice Daja gegangen sind, und er ist noch nicht beendet. Daja, der aus dem Tschad stammt und mittlerweile die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, hat durch Lichtbildervorträge in Schulen und anderen sozialen Einrichtungen Geld für den Bau und dann die Erweiterung einer Schule in seinem 2000 Einwohner zählenden Dorf beschafft. Jetzt wird für Solarmodule für das Dach der Schule gesammelt. Im Rahmen der Projektwoche seien die Schüler der neunten Klasse sogar in Hameln gewesen, im Institut für Solarenergie, um sich ein Modul anzuschauen und die Wirkungsweise erklären zu lassen. Die Schüler brauchen einen langen Sammelatem: Ein Modul kostet 250 Euro, insgesamt fallen Kosten von 1600 Euro an.

Sammeln für den Tschad, für Maurice und Koumaye, das ist ein Klassiker der IGS-Projektwochen. Es ist einfach gelebte Schul-Kontinuität, aber es gibt auch nagelneue Angebote wie das Mini-Musical-Projekt für alle Schüler der fünften bis neunten Klassen. Gesungen wird über die Stadt- und die Feldmaus, und es hört sich richtig gut an. Gleichsam nebenbei können die jungen Schüler von den Älteren lernen – und umgekehrt.

Die Angebote habe man ausgeschrieben, erklärt Karoline Tietjen, didaktische Leiterin an der IGS, und zwar ohne Nennung der begleitenden Lehrer. Jeder Schüler hat also wirklich das Projekt gewählt, worauf er eine Woche Lust hatte.

Gute Einfälle statt vieler Abfälle

„Ökologie im Schulalltag“ hieß das Motto der Projektwoche. Und außer Offerten wie „Upcycling – Gute Einfälle statt vieler Abfälle“, einem Kostenvergleich der eigenen und der öffentlichen Verkehrsmittel oder fairer und nachhaltiger Ernährung wurde auch ein paar Tage nachgeforscht, ob sich an der eigenen Schule nicht Ressourcen sparen lassen. Und die Schüler wurden fündig.

Das begann schon mit einer einfachen Messung der Raumtemperaturen in den Klassen. 20 Grad sind ideal, aber in einigen Räumen herrschte auch eine Temperatur von 26 Grad. Weil gleichzeitig auch nachgezählt wurde, wie viele Fenster es im Klassenzimmer gibt und ob diese verschlossen oder geöffnet sind, ergab das negativste Ergebnis dann 25 Grad – bei sieben geöffneten Fenstern.

Energiesparpotenzial von 15 Prozent an der Schule

Lehrer Philipp-Sebastian Schophaus sieht auch bei den Lampen ein Reduktionspotenzial. „LED-Leuchten bringen 40 Prozent an Einsparung“, sagt er – und einen Tisch weiter kann man sich selbst überzeugen: Dort finden sich drei Tischlampen, alle mit gleicher Lichtintensität, aber unterschiedlichem Verbrauch: Glühlampe 75 Watt, Energiesparleuchte zehn Watt, und eine LED-Lampe fünf Watt. Schophaus beziffert bei durchschnittlichen Energiekosten von 20.000 Euro an einer Schule das Einsparpotenzial auf bis zu 15 Prozent.

Da könnte der Landkreis als Schulträger sogar ein paar Eimer Farbe springen lassen, denn der Flur im naturwissenschaftlichen Bereich und auch das Foyer werden beherrscht von dunklen Farben. Der Lichteinfall sei gering. „Schöner wäre ein hellerer Farbton. So wäre es ein netterer Bereich für die Schüler“, sagt Schophaus, „und keine Dunkelkammer.“

27 Projekte sind es insgesamt, und beim Tag der offenen Tür am Ende der Projektwoche werden diese präsentiert. Auch die künftigen Schüler der fünften Klasse samt Eltern sind eingeladen. Zwei Stunden lang ist es an diesem Nachmittag richtig voll.

Und wer die Schule mal eine Weile verlassen wollte, fand ebenfalls entsprechende Angebote vor, Radfahren etwa. Und mit dem Naturschutzbund wurden auf der Streuobstwiese zwei Bäume gepflanzt. rnk

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