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Helfer: Flüchtlinge heizen zu stark

Obernkirchen Helfer: Flüchtlinge heizen zu stark

Heizenergie ist teuer in Deutschland. Vor diesem Hintergrund hat es beim Treffen des Netzwerkes „Obernkirchen hilft“ eine lebhafte Diskussion über das Beheizen der von Flüchtlingen bewohnten Wohnungen gegeben.

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Beim Treffen des Netzwerkes „Obernkirchen hilft“ verteilt Andreas Hofmann Info-Material für Flüchtlinge an die Teilnehmer. Darunter auch einen Zettel mit Symbolen und Bildmotiven, mittels der sich der deutschen Sprache Unkundige hierzulande zumindest etwas verständlich machen können.

Quelle: wk

Obernkirchen. Beklagt wurde ein allzu großzügiger Umgang der Bewohner mit der Energie: „Zurzeit bollern alle Ihre Heizung hoch“, berichtete Beate Krantz und prognostizierte wegen der dafür anfallenden Kosten: „Spätestens, wenn sie alle eine eigene Wohnung haben, werden sie sich umstellen müssen.“

Es gebe von Flüchtlingen bewohnte Häuser, da stehen „den ganzen Tag“ die Haustüren auf, ergänzte eine andere Teilnehmerin. Und ein männlicher Flüchtlingshelfer aus Hattendorf wusste aus seiner Region zu berichten, dass manche der dort untergebrachten Zuwanderer ihre Wohnungen auf eine Temperatur von 27 Grad Celsius aufheizen. Außerdem würden diese dermaßen viel Wasser zum Duschen verbrauchen, „da träumen wir von“.

Für Obernkirchen bestätigte Stadtkoordinatorin Dörte Worm-Kressin, dass auch hier Flüchtlinge die Heizungen in den Wohnungen sehr weit aufdrehen. Wenn die Hauseigentümer dann die zentrale Heizungsanlage des jeweiligen Hauses heruntergeregelt hätten, um so den Energieverbrauch zu begrenzen, hätten sich die Flüchtlinge anschließend mit dem Hinweis an die Stadt gewandt, dass die Heizungen nicht mehr funktionieren würden. Der Landkreis als Mieter der Wohnungen „muss sich bewusst sein, dass da eine dicke Nachzahlung kommt“, meinte daraufhin eine Teilnehmerin.

Trotz oder vielleicht wegen der sich fortsetzenden Diskussion zum Thema sah sich Hofmann veranlasst, diese ohne ein konstruktives Fazit zu beenden: „Das sollte man nicht weiter problematisieren“, befand er.

Ein anderes Thema war der Internetauftritt, den das eine Vielzahl an lokalen Aktivisten und Engagements in Sachen Flüchtlingshilfe miteinander verbindende Netzwerk „Obernkirchen hilft“ seit Kurzem hat. Vorgestellt wurde dieser von Julia Schönbeck, die die unter www.obernkirchen-hilft.de zu findende Homepage auch gestaltet und mit ersten Inhalten gefüllt hat. Gedacht sei der Internetauftritt, um über die Arbeit des Netzwerkes einschließlich anstehender Veranstaltungstermine zu informieren, erklärte sie. Außerdem biete man an der ehrenamtlichen Mitarbeit interessierten Personen sowie Leuten, die Flüchtlingen Sachen spenden möchten, eine Übersicht über die jeweiligen Ansprechpartner von „Obernkirchen hilft“.

Apropos Termine: Die zweite unter dem Motto „Café International“ stehende Veranstaltung, bei der Einheimische und in Obernkirchen untergebrachte Migranten in geselliger Runde bei Kaffee, Tee und Kuchen zusammenkommen und sich kennenlernen können, ist für Montag, 1. Februar, geplant, kündigte Andreas Hofmann, der Sprecher des Netzwerkes, an. Ort des Geschehens ist das Jugendzentrum, Beginn ist um 15.30 Uhr. Außer durch eine persönliche Ansprache etwa seitens der Flüchtlingshelfer sollen die in der Bergstadt wohnenden Zuwanderer durch in der Stadt aufgehängte Plakate auf diese Veranstaltung aufmerksam gemacht werden. Wobei sich die Einladung eben auch an interessierte Obernkirchener richtet. „Wir werden sehen, wie es läuft“, sagte Hofmann. Beim ersten Mal sei es beim „Café International“ jedenfalls „richtig voll“ gewesen. Zudem wies er darauf hin, dass sich die an der Vorbereitung beteiligten Helfer am Montag, 25. Januar, ab 15 Uhr im Jugendzentrum treffen, um hinsichtlich der Gestaltung der Veranstaltung relevante Themen zu besprechen.

Zur Unterbringung der der Stadt zugewiesenen Flüchtlinge informierte Worm-Kressin, dass der Verwaltung dafür weiterhin freie Wohnungen angeboten werden. Dabei könnten es aber „immer noch mehr sein“, denn „der Bedarf ist riesig“. Den Flüchtlingen selbst müsse man mitunter allerdings klarmachen, dass es sich bei diesen Quartieren lediglich um „Übergangswohnungen“ handele, die dementsprechend spärlich möbliert sei. Deshalb würden auch keine Fernsehgeräte und keine Teppiche gestellt. wk

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