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Herren-Handball kehrt zurück

MTV Obernkirchen Herren-Handball kehrt zurück

Die sportlich beste Nachricht gibt es zur Halbzeit der Hauptversammlung des MTV Obernkirchen, als unter Tagesordnungspunkt sechs die Spartenleiter vortragen. Jörg Mevert, zuständig für den Handball, teilt mit, dass zur neuen Saison eine Herrenmannschaft gemeldet werden kann.

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Geehrt mit Gold und mehr: Heinz Watermann, Hermann Beck, Rolf Frevert, Eva-Maria Everding und Michael Schmeding (v.l).

Quelle: rnk

OBERNKIRCHEN. Es sei ein „Glücksgriff“, so Mevert, vor allem für die A-Jugendlichen, um in den Herrenbereich hineinzuschnuppern. Zur Saison 2018/19 sei vorgesehen, fünf Teams für den Spielbetrieb zu melden, außer der Herrenmannschaft noch je eine männliche Mannschaft im A-, B- und C-Junioren-Bereich sowie ein gemischtes Team bei der D-Jugend. Er könne sich nicht erinnern, so Mevert, „dass wir jemals vier Jugendmannschaften von der A- bis zur D-Jugend gemeldet hatten“.

Seinen Jahresrückblick hätte Vorsitzender Kurt Otto auch in wenigen Worten zusammenfassen können: Die Zusammenarbeit im Vorstand sei harmonisch und effizient, die Kassenlage gesund, und die vergangenen zwölf Monate seien „um einiges weniger belastet“ als die beiden Jahre zuvor. Finanzchef Hans Gimmel fasst es so zusammen: „Gute Arbeit, gutes Team.“ Er spricht vor allem Otto ein großes Lob aus: Ohne ihn hätte es den Verein 2014 nicht mehr gegeben. Otto sei ein „Vollprofi“, er sei eingesprungen und habe viel Erfahrung eingebracht, „ein alter Besen, der die Ecken kennt“. Wenige Minuten später ist Otto erneut zum Vorsitzenden gewählt worden. „Ein Jungbrunnen ist es ja nicht gerade“, witzelt er selbst über seine Wahl. Auch Claudia Edler wird in ihrem Amt bestätigt, sie ist für Jugend und Soziales zuständig.

Über 440 Mitglieder verfügt der MTV in seinem 155. Jahr. Die Mehrzahl übt Breitensport aus, anschließend folgen die Handballer, mit 90 Mitgliedern. Fast 30 Prozent der Mitglieder finden sich im Altersbereich von null bis 18 Jahren, über 60 sind 120 Mitglieder.

Aufgelöst habe sich die zweite Mix-Volleyballgruppe, teilt Otto mit. Trainingsleiter Andreas Weihmann sei nach dem Tod von Günter Szallies nicht in der Lage oder willens gewesen, die zehn Volleyballer aus sieben anderen Vereinen in eine MTV-Mitgliedschaft zu führen, und sei anschließend ausgetreten. „Eine deutliche Überzahl an nicht zahlenden Dauergästen zu den wenigen MTV-Mitgliedern konnte in dieser Gruppe vom Vorstand nicht akzeptiert werden“, so Otto.

Hohe Kosten für Sportstättennutzung

Naturgemäß spielen die Kosten für die Sportstättennutzung im Rückblick von Otto eine Rolle. Er sieht den MTV diesbezüglich im Vergleich zu Klubs in anderen Städten und Kommunen deutlich benachteiligt, denn der Verein muss für die Nutzung ein Drittel zahlen, den Rest teilen sich Stadt und Landkreis. Otto zieht Rinteln und Bückeburg als Vergleich heran: Dort würden die anteiligen Kosten zu 100 Prozent von den Städten übernommen. Es gebe nicht so viele Städte und Gemeinde, in denen die Sportstättennutzung „so radikal“ wie in Obernkirchen umgesetzt werde, stellt der Vorsitzende fest.

4400 Euro habe man 2017 für die Hallen- und Sportstättennutzung zahlen müssen, rechnet Otto vor. Der Anteil für die Kinder und Jugendlichen liege dabei bei rund 1900 Euro jährlich. „Diese Belastung empfinden wir als unangemessen hoch, da hier im Wesentlichen die Gesellschaft von unserem sozialen und gesundheitsbezogenen Engagement profitiert.“ Dazu kämen noch rund 8000 Euro pro Jahr für Übungsleiter-Kosten in der Kinder- und Jugendarbeit.

Ehrungen gibt es auch. Die Goldene Ehrennadel nehmen Hermann Beck (43 Jahre dabei, Eva-Maria Everding (39), Michael Schmeding (36) und Giovanni Di Noto (35) entgegen. Sonderauszeichnungen erhalten Heinz Watermann und Rolf Frevert. Watermann ist dem Verein 1957 beigetreten, Frevert ist Gründungsmitglied der Handballsparte von 1955. Man habe, erklärt Otto, die Protokolle der Hauptversammlungen durchgesehen und dabei festgestellt: „Bei den Ehrungen fehlen doch welche, obwohl wir wissen, sie sind schon lange dabei.“ Wie bei Watermann und Frevert. rnk

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